Mehr Hitzeschutz für Linz: Grüner Schwerpunkt im Gemeinderat
Der extrem heiße Sommer ist vorbei – was bleibt ist die Frage, wie wir uns als Stadt künftig auf derartige Hitzeperioden vorbereiten. Deshalb machen die Grünen den Hitzeschutz mit mehreren Initiativen in der Gemeinderatssitzung am Donnerstag, 24. September, zum Thema. Außerdem setzen wir uns für den besseren Schutz unserer Bäume sowie für einen Zugang zum Hauptbahnhof auch aus südlicher Richtung ein. Alle Debatten und Beschlüsse können online mitverfolgt werden.
10 Maßnahmen, 1 Ziel: Hitzeschutz für alle
Temperaturen knapp unter der 40-Grad-Marke, die den Aufenthalt im Freien und in vielen Gebäuden nur schwer erträglich gemacht haben. Tropennächte, in denen kaum Schlaf zu finden war. Der heurige Extremsommer hat deutlich wie nie gezeigt: Klimaarbeit ist kein Luxus, sondern eine absolute Notwendigkeit. Schließlich müssen wir müssen uns darauf einstellen, dass ein derartiger Hitzesommer, wie wir in gerade erlebt haben, nicht die Ausnahme bleiben wird. Um rechtzeitig die Konsequenzen aus dem heurigen Extremsommer zu ziehen und alles daranzusetzen, um die Menschen bestmöglich vor den Auswirkungen zu schützen legen wir im Gemeinderat ein 10 Punkte umfassendes Maßnahmenpaket vor, das 1 Ziel hat: Hitzeschutz für alle. In unserem Antrag wollen wir, dass diese und weitere Vorschläge bei einer Sondersitzung des Stadtsenats mit allen im Gemeinderat vertretenen Parteien diskutiert werden.
Mehr Unterstützung beim Hitzeschutz: Aktuelle Regeln der Wohnbauförderung lassen Bürger:innen im Stich
Wie sehr sich nicht enden wollende Hitzewellen auch auf die Lebensqualität im eigenen Zuhause auswirken, haben viele von uns diesen Sommer ebenfalls erleben müssen. Doch wer seine Wohnung vor Überhitzung schützen möchte, wird bei der Finanzierung vom Land größtenteils alleine gelassen. Zum Beispiel werden Außenbeschattungen bei Miet- und Eigentumswohnungen derzeit nur in Verbindung mit einem Fenstertausch gefördert, der vielfach nicht nötig ist. Die Auflagen der Förderung sind nicht zeitgemäß und gehören dringend adaptiert. Daher fordern wir den zuständigen Landeshauptmann-Stellvertreter Haimbuchner in einer Resolution auf, die Förderung zeitgemäß zu gestalten.
Land muss Weg für Baumschutzgesetz endlich frei machen
Der heiße und trockene Sommer hat die Bedeutung eines großen, vitalen und klimawirksamen Baumbestands in unserer Stadt einmal mehr verdeutlicht. Und während die Stadt alles daransetzt, dass Bäume ein möglichst langes und gesundes Leben haben, gibt es bis heute kaum eine Handhabe, um bei Fällungen auf Privatgrund einzuschreiten. Denn obwohl sich der Linzer Gemeinderat bereits dafür ausgesprochen hat, gibt es im Gegensatz zu anderen Bundesländern in Oberösterreich nach wie vor kein Baumschutzgesetz, da das zuständige Land dieses bis heute blockiert. Unsere Umweltstadträtin Eva Schobesberger startet nun einen neuen Versuch und bringt über ihren Ausschuss eine Resolution an das Land ein, ein Baumschutzgesetz endlich in die Tat umzusetzen.
Weichen für zweiten Hauptbahnhof-Eingang jetzt stellen
Obwohl der Linzer Hauptbahnhof die größte Drehscheibe für den Nah- und Fernverkehr in der Landeshauptstadt ist, kann er nur von einer Seite aus betreten werden. Das wollen wir mit einem Antrag ändern und damit sicherstellen, dass der Fuß- und Radverkehr künftig auch von der Union- bzw. Wiener Straße die Bahnsteige erreichen kann. Mit dem geplanten neuen Quartier zwischen der Unionkreuzung und der Anzengruberstraße besteht die Chance, nach Jahrzehnten der Diskussion den vielen Linzer:innen, die südlich des Bahnhofes zu Hause sind, einen direkten Zugang zum Bahnhof zu ermöglichen. Dafür müssen aber jetzt die Weichen gestellt werden.