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22.09.2026 Pressemeldung

Menschen beim Hitzeschutz finanziell unterstützen

Nicht nur auf den Straßen, auch in vielen Wohnungen ist es diesen Sommer aufgrund der wochenlangen Temperaturen jenseits der 30-Grad-Marke oft nur schwer aushaltbar gewesen. „Das Zuhause muss auch während Hitzewellen ein Ort der Erholung sein und darf nicht zur Sauna werden. Dennoch werden Menschen, die ihre Wohnung vor Überhitzung schützen wollen, vom Land größtenteils finanziell im Stich gelassen. Dabei sind die entsprechenden Maßnahmen für viele Bürger:innen eine enorme finanzielle Belastung“, verweist Gemeinderat Tomislav Pilipović darauf, dass die Oö. Wohnbauförderung bei bestehenden Wohnbauten alles andere als hitzefit ist. Um die Situation zu verbessern, bringt der Planungssprecher der Grünen Linz in der kommenden Gemeinderatssitzung eine Resolution an den zuständigen Landeshauptmann-Stellvertreter Haimbuchner ein.

Gerade im dichtverbauten Stadtgebiet heizen sich viele Wohnungen bei anhaltenden Hitzewellen stark auf. Und einmal in der Wohnung angekommen, lässt sich die Hitze oft nicht so schnell wieder loswerden. Doch wer sich mit Rollläden, Außenjalousien, Raffstores oder anderem außenliegenden Sonnenschutz mehr Lebensqualität in den eigenen vier Wänden verschaffen möchten, muss die Kosten dafür alleine stemmen. So sieht die Wohnbauförderung in Oberösterreich die Förderung außenliegender Verschattungssysteme im Rahmen der Sanierungsförderung für Miet- und Eigentumswohnungen derzeit nur in Verbindung mit einem Fenstertausch vor. „Ein Fenstertausch ist für eine Außenbeschattung aber keinesfalls zwingend notwendig. Die Auflagen der Förderung sind hier nicht zeitgemäß und gehören dringend adaptiert“, verweist Pilipović auf das Beispiel anderer Bundesländer.

Klimaanlagenwildwuchs verhindern

Ebenfalls Handlungsbedarf herrscht bei Maßnahmen zur aktiven Kühlung. Daher soll Haimbuchner für besonders hitzebelastete Bestandswohnungen, wo andere Maßnahmen nicht möglich oder wirksam sind, eine Förderung für energieeffiziente Kühlung mit möglichst geringer Wärme- und Lärmbelastung prüfen. „Die steigende Hitze wird unweigerlich zu einer Zunahme von Klimageräten führen. Das darf aber nicht zu einem Klimaanlagenwildwuchs an den Hausfenstern führen, bei dem die Abwärme zum Nachbarn oder in den öffentlichen Raum geblasen wird“, betont Pilipović.