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16.09.2026 Pressemeldung

Taubenfütterungsverbot ohne Ausnahmen greift zu kurz

Ohne Zustimmung der Grünen ist heute im Sicherheitsausschuss ein Taubenfütterungsverbot beschlossen worden. „Ein generelles Verbot greift zu kurz und wird die Probleme nur verschärfen, da sich Tauben dann noch stärker von Abfällen und ähnlichem ernähren und dadurch entsprechende Spuren hinterlassen. Daher muss die Bestimmung um eine Ausnahmeregelung ergänzt werden, damit Personen, die sich nachweislich für den Taubenschutz einsetzen, von dem Verbot ausgenommen sind und an klar definierten Plätzen Tauben auch künftig füttern dürfen“, betont Gemeinderat Tobias Reder. Das hat der Gesundheitssprecher der Grünen Linz in der heutigen Sitzung des Sicherheits- und Gesundheitsausschusses deutlich gemacht. Darüber hinaus werden die Grünen im nächsten Gemeinderat auch einen entsprechenden Zusatzantrag stellen.

Kaum ein Thema polarisiert wie der Umgang mit den Tauben in der Stadt. Fest steht, dass viele Menschen Tauben – vermutlich gut gemeint  – Essensreste, Biomüll, etc. zu fressen geben und damit mehr Schaden als Nutzen anrichten. „Das ist weder für die Tiere noch für die Stadthygiene gut. Gleichzeitig gibt es aber auch Bürger:innen, die Tauben artgerecht füttern. Diese sollten das an ausgewählten Plätzen auch weiterhin straffrei tun dürfen“, macht Reder deutlich. Rechtlich umsetzbar wäre dies etwa dank einer vom Magistrat ausgestellten Bescheinigung. 

 

Um das Taubenproblem in den Griff zu bekommen, sind aber noch weitere Maßnahmen nötig. Allen voran die Errichtung von Taubenhäusern, mit denen die Population der Tiere gezielt reguliert werden kann. „Die Erfahrungen in anderen Städten aber auch in Linz auf der JKU haben gezeigt, dass solche Taubenschläge funktionieren. Daher sollten diese auch in Linz vermehrt zur Anwendung kommen, anstatt auf eine reine Verbotspolitik ohne Ausnahmen und weiterführende Schritte zu setzen“, betont Reder.