Landstraßenreinigung: Auftrag, Einschränkung aufzuheben
Diese Woche wurde durch einen Medienbericht in der OÖ Krone bekannt, dass die Reinigungsleistung entlang der Landstraße eingeschränkt wurde. Heute meldete sich Vizebürgermeisterin Zukan zu Wort und erklärte, dass das in ihrem Auftrag umgesetzt wurde. Die fachlich zuständige Stadträtin Eva Schobesberger wurde über diese Maßnahmen im Vorfeld nicht informiert. Sie hat mittlerweile den Auftrag erteilt, diese Einschränkungen rückgängig zu machen.
Seit Jahren arbeiten Stadträtin Eva Schobesberger und vor allem auch die Mitarbeiter:innen vor Ort daran, durch eine verbesserte Stadtreinigung das Wohlbefinden und auch das Sicherheitsgefühl, vor allem von Frauen, zu verbessern. Es wurden Kampagnen durchgeführt, es finden laufend Mitmachaktionen statt, an denen sich Linzer:innen in allen Stadtteilen beteiligen. Darüber hinaus gibt es zahlreiche private Initiativen, die sich an der Verbesserung unseres Stadtbildes aktiv beteiligen. Auch unter den Gemeinderät:innen gibt es die einhellige Sichtweise, dass wir die Sauberkeit in unserer Stadt weiter verbessern wollen. So wurde auf Antrag von Gemeinderat Lorenz Potocnik zum Beispiel einstimmig beschlossen, die Reinigung auszubauen und mehr Straßenkehrer:innen einzustellen: Wortprotokoll-Auszug der 26. Gemeinderatssitzung am 12.12.2024
Wie Vizebürgermeisterin Zukan heute informiert hat, wurde nicht, wie beschlossen mehr Personal eingestellt, um die Reinigung auszubauen. Es wurde das bestehende Leistungsspektrum in der stark frequentierten Landstraße sogar eingeschränkt, und zwar deutlich. So findet die Nassreinigung nicht mehr wie bisher alle zwei Wochen, sondern nur mehr alle drei Wochen statt. Das entspricht einer Reduktion von 50% (!) und das ausgerechnet in der Zeit, wo es praktisch keinen Niederschlag gab, also die „natürliche“ Reinigung quasi null (!) war.
Mistkübel werden seltener entleert
Aufgrund der Vorgaben werden die Mistkübel in der Landstraße nicht wie bislang täglich bis 22.00 Uhr entleert, sondern Dienstag, Donnerstag und Freitag nur mehr bis 19.00 Uhr geleert und an Montag und Mittwoch überhaupt nur mehr bis 15.00 Uhr. Der letzte Mistkübel wird also geleert noch bevor der Großteil der Menschen aus der Arbeit kommt, bevor der Trubel in der Landstraße überhaupt anfängt. In Zahlen heißt das, die Reinigungsleistung wurde an den „langen Tagen“ um 22% und an den „kurzen Tagen“ um 44% reduziert. „Das ist aus meiner Sicht völlig inakzeptabel. Das geht in die komplett falsche Richtung und widerspricht all unseren Bemühungen, die Landstraße als Einkaufsstraße weiter zu attraktiveren. Ich habe daher den Auftrag erteilt, das rückgängig zu machen“, so die für die Stadtreinigung zuständige Stadträtin Eva Schobesberger.
„Die Vorgaben von Vizebürgermeisterin Zukan gehen nicht nur inhaltlich in die falsche Richtung. Sie überschreitet damit auch ihre Kompetenzen als Personalreferentin. Wenn die Mistkübel auf der stark frequentierten Landstraße nur mehr bis 19.00 Uhr und am Montag und Mittwoch sogar nur bis 15.00 (!) Uhr statt wie bisher bis 22.00 Uhr entleert werden oder die Nassreinigung der Landstraße um 50% reduziert wird, ist das keine Effizienzsteigerung im Personalwesen, sondern eine massive Leistungseinschränkung. Ein sauberes Stadtbild ist zentral, wenn es darum geht, ob man sich wohl und auch sicher fühlt. Dieses Vorgehen der SPÖ läuft allem entgegen, was im Gemeinderat, auf Sicherheitsgipfeln und in vielen anderen Runden besprochen und beschlossen wurde. Ob sich die Personalreferentin, die inhaltlich in keiner Weise für die Stadtreinigung zuständig ist, hier im Rahmen ihrer Kompetenzen bewegt, ist zu bezweifeln“, so Schobesberger abschließend.
Krone-Artikel vom 27.08.2026 zur Stadtreinigung: https://www.krone.at/4271531
Fotocredit: Violetta Wakolbinger