Innovative Köpfe mit internationalem Kapital zusammenführen
Nach der im Juli beschlossenen Wirtschaftsstrategie hat der Gemeinderat gestern den nächsten Baustein zur Stärkung der Stadt Linz als Innovationsstandort gelegt. Dank einem Antrag der Grünen wird nun ein Innovations- und Industrieökosystem entwickelt, das vor allem ein Ziel haben soll: Innovative Köpfe besser mit internationaler Expertise und Investor:innen zusammenzubringen. „Nur wenn die nötigen Rahmenbedingungen vorhanden sind, können Erfindungen oder Technologien aus den Köpfen der Entwickler:innen in Linz zur Marktreife gelangen. Daher ist die Etablierung eines entsprechenden Ökosystems ein wichtiger Schritt zur Stärkung des Standorts, zur Verhinderung von Abwanderung von Unternehmen und Mitarbeiter:innen und somit zu einem möglichen Wohlstandsverlust für unsere Gesellschaft“, streicht Gemeinderat Bernhard Seeber, Wirtschaftssprecher der Grünen Linz, die Notwendigkeit entsprechender Strukturen hervor.
Innovative Unternehmen und Startups so zu stärken, damit diese von Linz aus die Welt erobern können und dafür nicht an einen anderen Standort übersiedeln: Um dieses Ziel zu erreichen ist die Schaffung eines funktionierenden Ökosystems als Zusammenspiel verschiedener Akteur:innen, Ressourcen und Rahmenbedingungen nötig, um gemeinsam die Entstehung, Entwicklung und Verbreitung von Innovationen zu ermöglichen. Nach dem Beschluss unseres Antrags mit Zustimmung aller politischer Kräften ausgenommen der FPÖ und der KPÖ liegt es nun an Wirtschaftsstadtrat Thomas Gegenhuber, konkrete Schritte voranzutreiben.
„Um Gründer:innen, Technologieexpert:innen, Unternehmen und Kapitalgeber:innen an einen Tisch zu bringen, sollen im kommenden Jahr im Rahmen einer ‚Zukunftsschmiede 2027‘, konkrete Projekte und Innovationen vorangetrieben werden und damit der Aufbau eines Linzer Innovations-Ökosystems seinen erfolgreichen Anfang finden“, erläutert Seeber.
"Innovation Summit" als zweiter Schritt
Damit dieses nachhaltig wachsen kann sind folgende Parameter nötig:
· Anknüpfung an internationale Netzwerke wie dem European Institute of Technology und der European Investmentbank/European Investmentfonds
· Erhöhung der Sichtbarkeit für internationale Investoren, um wichtiges Kapital nach Linz bzw. ins Bundesland zu holen.
· Dauerhafter Dialog, verbunden mit konkreten Projekten und Messergebnissen
Ein besonderer Fokus soll zudem auch auf der Schaffung neuer Arbeitsplätze, insbesondere auch für unterrepräsentierte Gruppen und internationale Fachkräfte, liegen.
Damit die Vernetzung in konkreten Projekten und Partnerschaften mündet, soll als zweiter Schritt ein „Innovation Summit“, folgen, um als dauerhaften Dialog zwischen Gründer:innen, Expert:innen und Geldgeber:innen Linz verstärkt in das internationale Innovationsblickfeld zu rücken. „Mit einer starken Industrie und Forschung sowie einer wachsenden Gründer:innenszene ist in Linz bereits ein wertvolles Fundament gelegt. Woran es jedoch fehlt, ist die internationale Vernetzung sowie der Zugang junger Unternehmer:innen zu Kapital. Um diese Lücke zu schließen, ist ein funktionierendes Innovations-Ökosystem unerlässlich“, macht Seeber die Wichtigkeit deutlich.