Lederergasse: Radfahrer:innen landen im Gegenverkehr
Wer mit dem Rad entlang der Lederergasse in Richtung Innenstadt in die Pedale tritt, auf den wartet bei der Kreuzung mit der Kaisergasse eine böse Überraschung. Denn der dortige Radweg, der auf der linken Seite der Straße zu finden ist, hört wenige Meter vor der Kreuzung plötzlich auf – Radfahrer:innen landen also mitten im in die Straße einbiegenden Gegenverkehr. „Diese Stelle ist unübersichtlich, gefährlich und birgt ein hohes Unfallrisiko. Hier herrscht dringender Handlungsbedarf“, macht Klubobmann Helge Langer deutlich.
Ende Oktober des Vorjahres ist der Radhighway Lederergasse endgültig fertiggestellt worden. Die Gefahrenstelle bei der Kreuzung mit der Kaisergasse ist ein knappes Jahr später aber noch immer nicht entschärft. Wenige Meter vor der Kreuzung müssen die Radfahrer:innen ohne vorherige Ankündigung die Straßenseite wechseln, um in die Straßenquerung einfahren zu können, wenn sie keinen Frontalcrash mit entgegenkommenden Autos riskieren wollen. Ein geregelter Übergang, um die Straßenseite zu wechseln, fehlt. „Man müsste also seine Augen überall zugleich haben. Das ist unmöglich. Es bleibt einem somit oft nichts anderes übrig als stehen zu bleiben, um sich zu versichern, dass weder von hinten noch von vorne Autos kommen. Das hat mit der Idee eines Highways, der zügiges, sicheres und möglichst unterbrechungsfreies Fahren ermöglichen soll, dann wenig zu tun“, so Langer.
Dass diese unübersichtliche Stelle im Alltag zu gefährlichen Begegnungen zwischen unterschiedlichen Verkehrsteilnehmer:innen führt, hat beim Lokalaugenschein der Grünen auch eine Anrainerin bestätigt und die Situation mit folgenden Worten geschildert: „Die Kreuzung ist ein Wahnsinn. Da hat es immer wieder mal gescheppert.“ „Alleine diese Aussage unterstreicht den Handlungsbedarf. Gerade für Radler:innen, die weniger Routine haben, sind derartig unübersichtliche Stellen eine besondere Herausforderung, die schnell mit einem Sturz oder einer Verletzung enden kann“, betont der Grüne Klubobmann.
Anrainerin bestätigt Handlungsbedarf
Zugleich fehlt bei der Kreuzung ein Schutzweg, um die Kaisergasse hier sicher überqueren und den weiteren Weg in der Lederergasse ohne Umwege fortsetzen zu können. Derzeit muss man dazu bis zur nächsten Kreuzung gehen, ehe eine sichere Überquerung möglich ist und den Weg auf der anderen Straßenseite wieder bis zur Fortsetzung der Lederergasse zurückgehen. „In Summe ist der Radhighway eine Verbesserung. Bei der Kreuzung Lederergasse/Kaisergasse sind aber Optimierungen dringend nötig“, so Langer.