Schrittweise Begrünung des Jahrmarktgeländes vorantreiben
Gemeinsamer Gemeinderatsantrag der Grünen und Linz +, um endlich ins Tun zu kommen, Verbesserungen für die Anrainer:innen zu erreichen, das Areal für die ganzjährige Nutzbarkeit umzugestalten und zugleich den Urfahrmarkt aufzuwerten
Einen neuen Anlauf, um die Entsiegelung des 55.000 Quadratmeter großen Jahrmarktgeländes endlich in Gang zu bringen, nehmen die Grünen und Linz + im kommenden Gemeinderat. Ziel ist es, mindestens zehn Prozent der Fläche zu begrünen bzw. zu entsiegeln, um dadurch Verbesserungen für die Anrainer:innen, die ganzjährige Nutzbarkeit des Areals und die Aufwertung des Urfahraner Jahrmarkts zu erreichen. Die Grundlagen dafür soll eine Arbeitsgruppe bestehend aus den Bereichen Märkte, Planung und Stadtgrün erarbeiten.
„Schon viel zu lange warten die Menschen darauf, dieses eigentlich so wunderschön an der Donau gelegene Areal zurückzubekommen. Damit das gelingt, müssen wir endlich mit der Entsiegelung und Begrünung beginnen, um Verbesserungen für die Anrainer:innen zu erreichen, das Areal ganzjährig nutzbar zu machen und damit gleichzeitig den Urfahrmarkt aufzuwerten. Ich möchte mich jedenfalls nicht damit abfinden, dass einer der schönsten Plätze der Stadt eine Betonwüste bleibt“, verdeutlich die für Umwelt- und Stadtgrünagenden zuständige Stadträtin Eva Schobesberger, die den Gemeinderatsantrag initiiert hat.
Lorenz Potocnik, Stadtentwickler und PLUS-Gemeinderat: „Jede andere Stadt würde sich bei diesem Potential direkt am Wasser, mitten im Zentrum, alle zehn Finger abschlecken. Nach neun Jahren Hin- und Her ist es längst an der Zeit, anzufangen, Asphalt zu entfernen und die 4 Hektar große Fläche schrittweise aufzubrechen. Davon werden alle profitieren, auch der Urfahraner Markt.“
Heiße Asphaltwüste anstatt attraktivem Naherholungsgebiet
Kaum aushaltbare Temperaturen, jeder Schritt eine Qual: Die Hitze, die unsere Stadt in den vergangenen Monaten wie nie zuvor geplagt hat, war auf dem Urfahraner Jahrmarktgelände besonders extrem zu spüren. Denn statt eines attraktiven Naherholungsgebietes haben die Linzer:innen auch diesen Sommer erneut nur eine heiße Asphaltwüste vorgefunden. Sich hier aufzuhalten oder das Areal zu überqueren, ist bei mehr als 30 Grad fast nicht möglich, da kein schützender Baumschatten vorhanden ist. Eine erste Verbesserung steht mit der kürzlich begonnenen Gestaltung der Uferkante bevor. Diese kann aber nur ein erster Schritt sein.
Um das brachliegende verbetonierte Areal zu einem ganzjährig belebten Ort mit schattenspendenden Bäumen zu machen, an dem sich die Menschen gerne aufhalten, einander begegnen und Entspannung mit Blick auf die Donau und Linz finden, muss eine Begrünung des Jahrmarktareals erfolgen. Von einer solchen Aufwertung würde auch der Urfahranermarkt profitieren, damit dieser auch bei steigenden Temperaturen für die Menschen attraktiv bleibt.
Projektgruppe soll Parameter erarbeiten
Um dieses Ziel zu erreichen, soll eine vorerst interne Projektgruppe, bestehend aus je eine:r Expert:in aus den Bereichen Märkten Planung und Stadtgrün, die notwendigen Parameter erarbeiten, damit wie vom Gemeinderat beschlossen, die Planungen für die Entsiegelung sowie Begrünung des Jahrmarktgeländes extern vergeben werden können. Nachdem es ja bereits Konsens war, auf einem Areal im Ausmaß von rund 6.000 bis 7.000 Quadratmeter eine Wasserbucht bzw. einen Park zu errichten, soll dieser Wert als Orientierung dienen. Mindestens sollen aber zehn Prozent, etwa 5.000 Quadratmeter des Areals begrünt und entsiegelt werden. „Mit unserem Gemeinderatsantrag wollen wir dazu beitragen, dass eine Entsiegelung des Areals endlich Realität und zu einer Win-Win-Situation für die Linzer:innen und den Jahrmarkt wird“, so Schobesberger und Potocnik.
Geld, um die Planungen für eine teilweise Entsiegelung und Begrünung des Areals voranzutreiben, steht bereits zur Verfügung. So hat der Gemeinderat im April des heurigen Jahres einen Budgetrahmen in Höhe von 100.000 Euro freigegeben. Der Planungsprozess mit einer Ausschreibung kann jedoch erst sinnvoll gestartet werden, wenn zuvor Parameter und Rahmenbedingungen dafür definiert werden. „Klar ist, dass die Flächen, die umgestaltet werden sollen, so gewählt werden müssen, dass die Linzer:innen sowohl außerhalb als auch während der Marktzeiten einen Mehrwert haben und sich dann gerne hier aufhalten“, sind sich Schobesberger und Potocnik einig.