Nachdem der beabsichtigte Bau der IT:U im Grüngürtel der Stadt schlussendlich am gemeinsamen Engagement einer Büger:inneninitiative und dem Einsatz Vieler gescheitert ist, gerät nun wieder ein wertvoller Grünraum in den Fokus. Aktuell wird der Bereich um das Biodiversitätszentrum als möglicher neuer Standort für die IT:U kolportiert. „Das ist zum einen ein besonders wertvoller Grünraum, wo seltene Pflanzen und auch besonders geschützte Tiere, wie der ‚Helle Wiesenknopf-Ameisenbläuling‘, vorkommen. Zum anderen scheint das Areal von seiner Lage her nicht besonders geeignet. Es ist räumlich eng begrenzt und bietet für die IT:U wenig Platz zur Entfaltung. Von der ursprünglichen geforderten Fläche für Betriebsansiedelungen für mögliche Kooperationspartner kann hier gar keine Rede sein. Die IT:U gehört in die Stadt und nicht auf die grüne Wiese“, ist Schobesberger überzeugt.
Bodenschutz ist Klimaschutz: Umso wichtiger ist es daher bereits versiegelte Flächen zu nutzen und nicht ständig die noch verbliebenen grünen Wiesen zu versiegeln. „Die Natur- und Artenvielfalt auf dem Gelände beim Biodiversitätszentrum würde durch eine Verbauung der Vergangenheit angehören. Gleichzeitig ist es schwer vorstellbar, dass dieser ins Auge gefasste Standort den Platzbedürfnissen der IT:U entspricht. Im Sinne einer erfolgreichen Universität wäre es also die beste Lösung für alle Beteiligten, wenn nach einer versiegelten Fläche in der Stadt Ausschau gehalten wird, die genügend Platz bietet, wie etwa die Postcity. Gönnen wir der IT:U doch einen Standort, der ihr gerecht wird“, so Schobesberger.
Generell würde die Ansiedlung der Universität auf einer Fläche im Stadtzentrum nur Vorteile bedeuten – angefangen von der Anbindung an den Öffentlichen Verkehr bis hin zur Belebung der Innenstadt durch die Studierenden. „Eine neue Universität in zentraler Lage würde einen Schub für die gesamte Innenstadt bedeuten. Wie positiv sich Universitäten in Stadtzentren auf das Flair und die Entwicklung in Innenstädten auswirken, zeigt sich ja an Beispielen anderer Städte. Diese Chance sollte daher auch für Linz genutzt werden. Dazu braucht es aber einen IT:U-Standort in der Innenstadt und nicht auf der grünen Wiese“, ist Schobesberger überzeugt.