IT:U hat sich Heimat in zentraler Lage verdient
Überraschend ist für die IT:U offenbar ein neuer Standort im Gespräch. Laut eines heutigen Medienberichts soll nun auch das ehemalige KIKA-Areal in der Freistädter Straße in Urfahr als künftige Heimat der Uni in Betracht gezogen werden. „Das ehemalige KIKA-Areal hat ähnliche Vorteile wie die Postcity. Die Flächen sind zentral gelegen, bereits versiegelt und gut an den öffentlichen Verkehr angeschlossen. Die IT:U auf einem derartigen Areal anzusiedeln wäre eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten. Die Digitaluni hat sich eine Heimat in zentraler Lage verdient. Eine Errichtung auf der grünen Wiese auf Kosten wertvoller Grünflächen beim Biologiezentrum wäre schließlich das Gegenteil davon, wofür die IT:U stehen soll: eine moderne Bildungs- und Forschungsstätte, die durch Innovation statt altem Denken dazu beitragen soll, dass wir die kommenden gesellschaftlichen Herausforderungen gut bewältigen können“, ist Umweltstadträtin Eva Schobesberger überzeugt.
Die Herbergssuche für die IT:U ist um ein Kapitel reicher. Nachdem es insbesondere dank des Einsatzes einer Bürger:inneninitiative sowie weiterer engagierter Bürger:innen gelungen ist, die Pläne, die Uni samt großflächiger Betriebsansiedelungen im Grüngürtel bei der Kepler-Universität zu errichten, zu stoppen, scheint nun auch der daraufhin ins Auge gefasste Standort beim Biologiezentrum nicht mehr in Stein gemeißelt.
„Der heurige Hitze- und Dürresommer hat uns mehr als deutlich gezeigt, dass wir es uns nicht mehr erlauben dürfen Grünflächen zu verbauen, sondern wir diese mit aller Kraft schützen müssen“, plädiert Schobesberger dafür, die IT:U auf einer bereits versiegelten Fläche in Zentrumsnähe zu errichten und diese Jahrhundertchance nicht zu verspielen. Gleichzeitig erinnert die Linzer Umweltstadträtin daran, dass es auf Initiative der Grünen einen aufrechten Gemeinderatsbeschluss gibt, den Grüngürtel rund um die Johannes-Kepler-Universität dauerhaft zu schützen.
Doch noch ein Happy End?
Die Vorteile einer Uni, die mit Öffis bequem erreichbar und entsprechend gut an die Innenstadt angebunden ist, liegen auf der Hand. „Von mehr studentischem Leben im Herzen von Linz würden die Geschäfte, die Gastrobetriebe und somit die Linzer Wirtschaft insgesamt profitieren. Wie positiv sich Universitäten in zentraler Lage auswirken, zeigt sich an vielen Beispielen in anderen Städten. Dass der abseits gelegene und räumlich eng begrenzte Standort beim Biologiezentrum noch nicht fix ist und offenbar noch andere Flächen in Betracht gezogen werden, gibt Hoffnung, dass doch noch ein Umdenken stattfindet und die Suche nach einem Zuhause für die IT:U ein positives Ende findet“, so Schobesberger.
Fotocredit: Violetta Wakolbinger