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03.11.2026 Pressemeldung

Hausärzt:innen-Versorgung durch Unterstützungspaket stärken

Volle Ordinationen, verärgerte Menschen, die aufgrund Kapazitätsengpässen von keinem/keiner Kassen-Hausärzt:in im Wohnumfeld aufgenommen werden. Mehr als jede:r fünfte Linzer:in hat sich bei der aktuellen Bürger:innenbefragung mit der Versorgung durch praktische Ärzt:innen unzufrieden gezeigt. „Einen Platz bei einem Hausarzt oder einer Hausärztin zu ergattern, darf nicht zur Glückssache werden. Natürlich kann die Stadt dieses Problem nicht alleine lösen. Möglich ist es aber, den Standort Linz für Mediziner:innen attraktiv zu machen, etwa durch finanzielle Anreize oder Unterstützung bei Ordinationsräumlichkeiten“, stellt Gemeinderat Tobias Reder im kommenden Gemeinderat einen Antrag an Stadtrat Raml, ein kommunales Anreiz- und Unterstützungspaket auszuarbeiten.

Aufnahmestopp in Urfahr, kein freier Platz im Keferfeld. Auch bei der aktuell laufenden Grünen Stadtteiltour sowie beim offenen Sprechstundenformat unserer Stadträtin Eva Schobesberger haben Linzer:innen die schwierige Suche nach einer hausärztlichen Versorgung geschildert. Andere Städte haben auf diese Entwicklung bereits reagiert: So gewährt Wels Allgemeinmediziner:innen mit Kassenvertrag eine einmalige Startfinanzierung von bis zu 40.000 Euro, verbunden mit einer zehnjährigen Betriebspflicht am Standort. Leoben hingegen hat die Entwicklung einer Primärversorgungseinheit durch die gemeinsame Projektvorbereitung und Standortsuche mit den beteiligten Einrichtungen unterstützt.

 

Auch in Linz hat es dazu bereits politische Initiativen und Überlegungen gegeben. Zudem bietet die Gesundheitsstrategie 2025 einen Rahmen, um die medizinische Versorgung zu stärken. „Angesichts des zunehmenden Ärzt:innenmangels sind weitere Anstrengungen nötig, um die Unterstützung für hausärztliche Kassenordinationen gezielt zu stärken“, betont Reder. 

Kassenversorgung langfristig stärken

Grundlage dafür soll eine stadtteilbezogene Bestandsaufnahme sein, anhand derer anschließend geeignete finanzielle und organisatorische Anreize entwickelt werden sollen. „Um bereits bestehende sowie absehbare Versorgungslücken zu verringern und die Kassenversorgung langfristig zu stärken, muss der Gesundheitsreferent jetzt tätig werden und die in der Gesundheitsstrategie festgehaltenen Zielen auch in die Tat umzusetzen. Schließlich gilt es alles dafür zu tun, damit die Linzer:innen die Gewissheit haben, in ihrem Wohnumfeld eine gesicherte hausärztliche Versorgung vorzufinden“, betont Reder.