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07.10.2026 Pressemeldung

Froschberg: Geplante Tiefgaragen schaden Bäumen und Grünraum

Kaum ein Stein auf dem anderen bleibt in den kommenden Jahren auf dem Froschberg, wenn die Baumaschinen anrücken, um eines der bislang größten Nachverdichtungsvorhaben zu realisieren. Die ökologische Schattenseite des Projektes: die geplanten Tiefgaragen auf Kosten von Bäumen und gewachsenem Boden. „Der städtebauliche Grundsatz alles mit Tiefgaragen zu unterbauen, gehört dringend hinterfragt. Diese kosten viel Geld und sind schädlich für Bäume sowie das Stadtgrün. Dennoch bleibt der zuständige Vizebürgermeister Martin Hajart ein Parkraummanagement am Froschberg nach wie vor schuldig“, betonen Klubobmann Helge Langer und der Grüne Planungssprecher Tomislav Pilipović. Daher haben die Grünen die für die Umsetzung des Projekts nötige Bebauungsplanänderung im Gemeinderat nicht mitgetragen.

Unter dem Titel Froschberg 2.0 planen die Wohnungsgesellschaften WAG und EBS im Bereich der Ziegeleistraße, Brahmsstraße, Minnesängerplatz, Händelstraße und Johann-Sebastian-Bach-Straße bestehende Wohnungen zu sanieren sowie auf bestehenden Freiräumen neue Gebäude zu errichten. Doch nicht nur auf – auch unter der Erde wird gebaut werden, um Tiefgaragen zu errichten.

 

„Große Tiefgaragen, die unter der grünen Wiese errichtet werden, binden nicht nur viele graue Emissionen, sondern verschlechtern zudem die Leistungsfähigkeit der darüberliegenden Freiräume. Somit können hier kaum noch großgewachsene Bäume gepflanzt werden, da ihnen die notwendigen Bedingungen fehlen, um Wurzeln schlagen und ein langes, gesundes Leben führen zu können“, macht Pilipović deutlich. Dabei hat uns gerade der heurige extreme Hitzesommer deutlich vor Augen geführt, wie dringend wir großgewachsene Bäume brauchen, um Schatten zu spenden, die Umgebung abzukühlen und die Lebensqualität zu verbessern. Das gilt umso mehr in dicht verbauten Quartieren.

Kritik von Expert:innen

Entsprechend haben sich auch Expert:innen kritisch zu den Tiefgaragenplänen auf dem Froschberg geäußert. „Gerade deshalb ist Vizebürgermeister Hajart gefordert, ein Parkraummanagement auszuarbeiten und auf den Tisch zu legen, das diesen Namen auch verdient“, ist Langer überzeugt. Doch bisher hat es vom Verkehrsreferenten auch dazu nur vage Ankündigungen gegeben. „Ein ernsthaftes Bemühen sieht anders aus. Bei der Frage der Parkmöglichkeiten regiert weiterhin das alte Denken anstatt zeitgemäßer Mobilitätslösungen“, sind sich Pilipović und Langer einig.