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19.10.2026 Pressemeldung

Parks zu Verbotszonen zu machen, löst keine Probleme

Während die Mehrheit der Linzer:innen ihrer Stadt ein gutes Zeugnis ausstellen und z.B. die Sauberkeit sowie die Zufriedenheit mit ihrem Wohngebiet bei der jüngsten Bürger:innenbefragung positiv bewertet haben und das Wirtschaftsforschungsinstitut „Oxford Economics“ Linz zu den lebenswertesten Städten erkoren hat, hat der Linzer ÖVP-Chef Martin Hajart in seiner heutigen Pressekonferenz den Eindruck erweckt, in einer anderen Stadt zu Hause zu sein. „Obwohl sich der überwiegende Teil der Bürger:innen wohlfühlt, will Vizebürgermeister Hajart nachts Parks zuzusperren, Alkoholverbote in nahezu allen Parkanlagen einzuführen, immer mehr Strafen aussprechen und unterstellt dazu auch noch den engagierten städtischen Mitarbeiter:innen, sich nicht genügend um die Sauberkeit zu kümmern. Das alles löst keine Probleme. Verbote verlagern Konflikte nur an andere Stellen im Stadtgebiet“, hält Gemeinderat Tobias Reder, Sicherheitssprecher der Grünen Linz, fest.

Die Einführung von Alkoholverboten an öffentlichen Plätzen hat in Linz bisher vor allem eine Auswirkung gehabt: dass Menschen, die sich bisher hier aufgehalten und dort auch Alkohol konsumiert haben, danach an andere öffentliche Orte im Stadtgebiet weitergezogen sind. 

 

„Trotz dieser Erfahrungen in den vergangenen Jahren, will Vizebürgermeister Hajart nun in so gut wie jedem Linzer Park den Konsum eines alkoholischen Getränkes verbieten. Sanktionen und Verbote für alle einzuführen, weil es Probleme mit einigen wenigen Personen gibt, ist ein völlig verkehrter Zugang. Offenbar ist er eher an populistischen Scheinlösungen und einer schnellen Schlagzeile interessiert als an Maßnahmen, die tatsächlich funktionieren und bestehende Nutzungskonflikte minimieren“, führt für Reder daher kein Weg an einem entschlossenen Ausbau der Streetwork- und Sozialarbeit im öffentlichen Raum vorbei.  

Hajart sollte vor eigener Türe kehren

Zugleich wirf Hajart in seinem Rundumschlag den engagierten städtischen Mitarbeiter:innen vor, dass sie nicht genug für die Sauberkeit in Linz tun. „Mehr und besser geht immer. Das ist klar. Dass der Einsatz der Stadtmitarbeiter:innen für ein sauberes Linz aber gewürdigt wird, zeigen nicht zuletzt die entsprechenden Werte bei der Bürger:innenbefragung zum Thema Sauberkeit“, gibt Reder zu bedenken. 

 

Besonders pikant ist dabei, dass der Ort, wo es zuletzt wochenlang „ausgeschaut“ hat, ausgerechnet das Jahrmarktareal nach dem Urfahranermarkt gewesen ist, der in die Zuständigkeit von Vizebürgermeister Hajart fällt. „Nachdem er es zwei Wochen nicht geschafft hat, hier für Sauberkeit zu sorgen, hat augenscheinlich Linz + das Aufräumen am Jahrmarktgelände übernehmen müssen. Vizebürgermeister Hajart wäre also gut beraten vor der eigenen Haustür zu kehren“, so Reder.