Fortbestand von StoP-Linz dank Stadt-Förderung gesichert
Förderung des Frauen- und Sozialressorts für StoP-Linz in Höhe von 50.000 Euro
Die Stadt Linz setzt viele Maßnahmen zum Gewaltschutz. Eine besonders wichtige Initiative, die sich seit 2021 in Linz etabliert hat, ist das Projekt StoP (Stadtteile ohne Partnergewalt).StoP ist ein Projekt des Frauenhauses Linz mit dem Ziel, gemeinsam mit Bewohner:innen sowie Multiplikator:innen aus Vereinen, Firmen, Bildungseinrichtungen und Politik Gewalt gegen Frauen und Kinder bis hin zu Femiziden zu verhindern. Das Projekt, das bereits mit dem Frauenpreis der Stadt Linz ausgezeichnet wurde, wird auch im kommenden Arbeitsjahr mit jeweils 25.000 Euro seitens des städtischen Frauen- und des Sozialressorts unterstützt. Damit kann der Fortbestand in Linz trotz der Einschnitte bei den projektbezogenen Bundesmitteln gesichert werden.
„Jede dritte Frau zwischen 18 und 74 Jahren in Österreich hat laut Studie der Statistik Austria ab dem Alter von 15 Jahren körperliche und/oder sexuelle Gewalt erlebt. Frauenmorde sind die folgenschwerste Eskalation von patriarchalischen Mustern und von männlichem Besitz- und Anspruchsdenken. Wir müssen alles tun, was in unserer Macht steht, um dem zu begegnen. Das StoP-Projekt ist ein wichtiger, Gemeinwesen-orientierter Gewaltschutzansatz, den die Stadt Linz ressortübergreifend unterstützt. Ich bin daher sehr froh, dass wir durch unsere Unterstützung eine Fortführung in Linz absichern können“, so Frauenstadträtin Mag.a Eva Schobesberger.
„Gewaltschutz geht uns alle an. StoP zeigt, wie das in der Praxis funktioniert: Menschen werden befähigt, hin- statt wegzusehen, und helfen einander – mit Anlaufstellen direkt in den Stadtteilen, mit dem gemeinsamen Austausch bei Nachbarschafts- und Frauentischen und mit sichtbaren Zeichen im öffentlichen Raum wie den StoP-Bänken. Genau das braucht es, damit sich Frauen und Kinder in ihrem Stadtteil sicher fühlen. Deshalb stehen wir hinter StoP und setzen damit gemeinsam ein deutliches Zeichen für Linz“, betont Sozialreferentin Vizebürgermeisterin Karin Leitner.
Hinter StoP steht ein langfristiges und ganzheitliches Projekt auf Grundlage eines gut durchdachten und wissenschaftlich entwickelten Konzeptes. StoP ist ein nachhaltiges und zukunftsorientiertes Gesamtpaket der Gewaltprävention, durch das alle Menschen, insbesondere Nachbar:innen eingeladen und befähigt werden sollen, sich aktiv gegen Partnergewalt zu engagieren.
Auch spezielle „StoP-Bänke“, die „StoP-Nachbarinnen“ mit Mitarbeiter*innen des Geschäftsbereichs Stadtgrün und Straßenbetreuung gestaltet haben, wurden im Stadtgebiet aufgestellt. Diese sollen sowohl ein sichtbares Zeichen gegen Gewalt gegen Frauen im öffentlichen Raum setzen, als auch auf „StoP“ und die Frauen-Helpline aufmerksam machen.
Text- und Fotoquelle: Stadt Linz