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Wohnen muss wieder leistbar werden: Neue Abgabe ist erster Schritt – Dis­ku­ssion über Maßnahmen fehlt weiterhin

Die Nachfrage nach Wohnungen in Linz ist ungebrochen. Dennoch gibt es nach wie vor Leerstände in der Stadt. Mit der Einhebung der Freizeitwohnungspauschale besteht die Möglichkeit, erstmals einen Überblick über die Zahl der nicht genützten Wohnungen zu bekommen. „Wir wollen, dass Wohnungen wieder zum Wohnen verwendet werden. Deshalb fordern wir, dass die Daten aus der Freizeitwohnungspauschale präsentiert und anschließend Maßnahmen diskutiert werden, wie die Zahl der Leerstände reduziert werden kann. Das wäre ein erster Schritt, damit das Wohnen in Linz wieder leistbar wird“, betont Sophia Hochedlinger, Gemeinderätin der Grünen Linz.

Bislang sind alle Versuche gescheitert, Näheres über die Zahl der leerstehenden Wohnungen in Linz zu erfahren. Aktuellen Schätzungen zufolge, sollen rund 6000 Einheiten derzeit nicht genützt werden. „Wenn EigentümerInnen ihre Wohnungen leer stehen lassen anstatt sie zu vermieten, wirkt sich das auf das Angebot und die Wohnkosten negativ aus. Somit müssen viele Menschen für ihr Dach über dem Kopf monatlich draufzahlen, nur damit sich einige SpekulantInnen weiter bereichern können“, zeigt Hochedlinger die negative Entwicklung bei den Wohnkosten im Verhältnis zum eigenen Einkommen auf.

Die Einhebung der Freizeitwohnungspauschale ist daher ein wichtiges Instrument, um mehr Wohnungen wieder auf den Markt zu bringen. Um möglichst genaue Informationen zu sammeln, wer welche Wohnungen nicht nutzt oder nicht vermietet, wäre es sinnvoll, die gemeldeten Fälle nach Wohnungsgröße und den betroffenen statistischen Bezirken aufzuschlüsseln. „Die Daten dürfen dann aber nicht in der Schublade verschwinden“, fordert Hochedlinger jenen transparenten Umgang mit den gewonnenen Erkenntnissen, den die rot-blaue Rathauskoalition zuletzt aber abgelehnt hat. Der Datenschutz muss dabei selbstverständlich gewahrt bleiben. „Nachdem jahrelang nichts unternommen worden ist, haben wir mit der Freizeitwohnungspauschale endlich die Möglichkeit, etwas gegen die Spekulation mit Wohnraum zu unternehmen und dazu beizutragen, dass die Mietpreise wieder leistbar werden“, sagt Hochedlinger abschließend.   

06.02.2019


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