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Viele Pläne in der Schublade, keiner umgesetzt: Sichere Donauquerung für Rad- und Fußverkehr endlich angehen – Verzögerungspolitik muss ein Ende haben

Während 1 Milliarde Euro in zusätzliche Auto-Fahrspuren über die Donau vergraben wird, vertrösten die Verkehrsreferenten in Stadt und Land RadfahrerInnen und FußgängerInnen weiter und stellen eine zeitgemäße und sichere Lösung erst ab dem Jahr 2024 in Aussicht. „Mut- und visionsloser geht es wohl nicht mehr. Es muss endlich eines der am Tisch liegenden Projekte für den Rad- und Fußverkehr umgesetzt werden“, fordert Helge Langer, Klubobmann der Grünen Linz.

Sind alle Brückenbaustellen abgeschlossen, werden in Linz nicht weniger als 22 Fahrspuren für den Autoverkehr über die Donau führen. Darunter zwei auf der A26-Brücke, auf der FußgängerInnen und RadfahrerInnen erst gar keinen Platz haben. Das sind fast so viele Spuren wie im beinahe zehn Mal so großen Wien, wo der Autoverkehr auf 28 Spuren Platz findet. Als würde das nicht reichen, wird parallel dazu noch an einer weiteren Autobahnschneise durch das Linzer Stadtgebiet gebastelt und geplant. „Es ist nicht zu akzeptieren, dass der Rad- und Fußverkehr nach wie vor derart nachlässig behandelt wird“, betont Langer. 

Noch dazu, da eine Lösung im Sinne der sanften Mobilität schon längst umgesetzt sein könnte. Schließlich liegen die Pläne für verschiedenste Maßnahmen – angefangen von einer eigenen Brücke für RadfahrerInnen und FußgängerInnen  bis hin zu einer Verbreiterung der Nibelungenbrücke – schon lange in den Schubladen. „Tag für Tag muss sich der Rad- und Fußverkehr über das gefährliche Nadelöhr Nibelungenbrücke quälen. Es muss daher endlich Tempo gemacht werden, um so rasch wie möglich eine zeitgemäße Lösung zu haben. Nur Planungen zu präsentieren und wieder zu verwerfen, ist jedenfalls zu wenig“, so Langer.        

16.10.2020

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