Bezirkegruene.at
Navigation:
am 12. Oktober

Zustimmung zu LASK-Stadion am Pichlinger See ist Eigentor für die Stadt

Eva Schobesberger - Flächenfraß und Zerstörung von Lebensraum: Einmal mehr beweist Bürgermeister Luger, dass der Schutz von Lebensraum und Grünflächen für ihn keine Rolle spielt. So sieht er laut Medienberichten kein Problem für das LASK-Stadion am Pichlinger See.

Dass durch das Bauvorhaben ein Naturraum massiv gefährdet sowie ein Naherholungsgebiet entwertet wird und zusätzliches Verkehrschaos auslöst, spielt offenbar keine Rolle. Der Bürgermeister schießt nicht nur dem Naturschutz und allen Erholungssuchenden ein Eigentor, sondern der Stadt und unserem Lebensraum insgesamt, wenn er für eine Umwidmung eintritt​​. 

Dass ein Stadionbau in unmittelbarer Nähe des Pichlinger Sees verantwortungslos ist, zeigt eine erste Vorabstellungnahme des Natur- und Landschaftsschutzes. Neben den Auswirkungen auf das Landschaftsbild befürchten ExpertInnen auch nachteilige Folgen für den Wasserhaushalt, den Erholungswert und negative Folgen für Flora und Fauna sowie das Kleinklima. Dazu kommt, dass der Bau eines Stadions mit den Parkplätzen einen Flächenfraß in enormen Ausmaß zur Folge hat. 

Landschaft und Lebensraum gehen für immer verloren 

Wertvolle Landschaft und Lebensraum gehen so für immer verloren. „Zusammenfassend ergeben sich erhebliche nachteilige Wirkungen auf Naturhaushalt, Landschaftsbild und Erholung“, heißt es in der Stellungnahme. Als für den Naturschutz zuständiges Stadtregierungsmitglied gehe ich nicht davon aus, dass das endgültige Gutachten zu einem anderen Schluss kommen wird, als das vorläufige. 

Umwidmung ist nicht zu rechtfertigen 

Zusätzlich gibt es keinerlei vernünftige öffentliche Verkehrsanbindung an das Areal. Die Folge wäre, dass jedes Mal Tausende BesucherInnen mit dem eigenen PKW zu den Fußballspielen an- und wieder abreisen müssen. Wie sich das auf die ohnehin prekäre Luftsituation und die Verkehrssituation auswirkt, liegt auf der Hand. Eine Umwidmung der Fläche für ein Stadion und einen Riesenparkplatz ist keinesfalls zu rechtfertigen.


Jetzt spenden!