Bezirkegruene.at
Navigation:
am 29. März

Zurückstellung der Begrünung in der Schubertstraße wurde nie besprochen: Grüne Anfrage soll Aufklärung bringen

Eva Schobesberger - Die Detailvergabe für die Baumpflanz-Offensive rund um den Pfarrplatz hat der Stadtsenat vergangene Woche einstimmig beschlossen. Anders als vom zuständigen Referenten medial kommuniziert, war es aber nicht Teil dieses Beschlusses, die Pflanzung neuer Bäume in der Schubertstraße zurückzustellen.

Dass die geplante Begrünung rund um den Pfarrplatz ein Ersatzprojekt für die Schubertstraße sein soll, war ebenfalls weder Bestandteil des Stadtsenats-Antrages noch ist darüber in der Sitzung gesprochen geschweige denn ein Beschluss gefasst worden. ​Der zuständige Vizebürgermeister soll sämtliche Begrünungsmaßnahmen fertig planen und auch vollständig umsetzen und nicht bei der ersten Schwierigkeit das Projekt fallen lassen. Stadtteile gegeneinander auszuspielen geht gar nicht. Dieses Vorgehen und die Kommunikation dazu werfen zahlreiche Fragen auf. Um hier mehr Klarheit zu erlangen, wird meine Fraktion eine Anfrage im Gemeinderat stellen​​. 

Würde der Straßenraum in der Schubertstraße durch die Baumpflanzungen umgebaut werden, müsste dabei auch der Radweg verbreitert werden, da dieser nicht mehr den heutigen Erfordernissen entspricht. Da natürlich auch die Bäume Platz brauchen, würden in Summe einige Parkplätze in der Straße verloren gehen. Daher hat sich der Grünreferent offensichtlich dazu entschieden, die Baumpflanzoffensive in der Schubertstraße zurückzustellen. 

Ich halte diese Entscheidung für falsch. Die Planungen sollten auch in der Schubertstraße fortgesetzt und sowohl die Pflanzung der Bäume als auch die Verbreiterung des Radweges sobald wie möglich umgesetzt werden. Das gilt auch dann, wenn dadurch nicht alle Parkplätze erhalten bleiben sollten. 

Viele Fragen rund um Vorgehen des Grünreferenten unklar 

Völlig unklar ist, was in diesem Zusammenhang von einem „Zurückstellen“ des Vorhabens in der Schuberstraße zu verstehen ist, ob der zuständige Vizebürgermeister Baier darüber alleine entschieden hat und ob mit der BürgerInnen-Initiative „Lebenswerter Hessenplatz und Umgebung“, die sich seit Jahren für eine Verbesserung der Lebensqualität im Neustadtviertel einsetzt, der Dialog zu der Entscheidung gesucht worden ist. 

Unter anderem auf diese Fragen wollen wir Antworten. Schließlich ist gerade die versiegelte Innenstadt der am meisten überhitzte Bereich mit dem wenigsten Grün. Das trifft umso mehr auf das Neustadtviertel zu. Wenn Bäume nicht gepflanzt werden, weil dadurch vielleicht nicht alle Parkplätze erhalten bleiben können, zeigt das einmal mehr, dass die Prioritäten in der Stadt nach wie vor in erster Linie auf den Autoverkehr ausgerichtet sind​. 

Wir brauchen Dich! - Jetzt Mitglied werden!