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am 10. Jänner

Volksbefragung Stadion: Mit 180-Grad-Wendung verunsichert der Bürgermeister die BürgerInnen und zeigt, dass ihm der Schutz des Grüngürtels unwichtig ist

Eva Schobesberger - Noch vor dem Anpfiff sind die Bemühungen der Stadt, eine Volksbefragung zum Stadion im Naherholunsggebiet beim Pichlinger See abzuhalten, schon wieder vorbei. „Durch seine völlig unverständliche 180-Grad-Wendung zeigt Bürgermeister Luger einmal mehr, dass ihm die Interessen der BürgerInnen in Pichling und der Schutz des Grüngürtels völlig egal sind.

Neues Jahr, neue Meinung scheint das Motto des Stadtchefs bei der Stadioncausa zu sein. Entgegen seiner früheren Ankündigungen wird die Stadt nun doch keine Befragung initiieren. Nun müssen die BürgerInnen die nötigen 6100 Unterschriften sammeln, damit dennoch die LinzerInnen ihre Meinung über das Projekt im Naherholungsgebiet abgeben können. Offenbar will sich der Bürgermeister aus der politischen Verantwortung entziehen, anstatt sich klar zum Schutz des Linzer Grüngürtels zu bekennen und weiterem Flächenfraß Einhalt zu gebieten. 

Besonders ärgerlich ist dieses hin und her. Das hätte man im November auch schon haben können, anstatt hier die BewohnerInnen zwei Monate am Schmäh zu halten. Das ist auch dem LASK gegenüber unfair. Da positioniert sich der Bürgermeister ja immer noch nicht. Und durch das Procedere, dass nun die BürgerInnen Unterschriften sammeln müssen, rückt eine Entscheidung in noch weitere Ferne.

Dass die Bedenken vieler Menschen bei dem Stadionprojekt samt einer Vielzahl an Parkplätzen im Naherholungsgebiet mehr als berechtigt sind, zeigt auch eine erste Stellungnahme vom Natur- und Landschaftsschutz, in der von nachteiligen Folgen für Flora und Fauna zu lesen ist. Zusätzlich fehlt jegliche vernünftige öffentliche Verkehrsanbindung an das Areal. Die Folge wäre, dass jedes Mal Tausende BesucherInnen mit dem eigenen PKW zu den Fußballspielen an- und wieder abreisen müssen. 

Wie sich das auf die Luft- und Verkehrssituation auswirkt, liegt auf der Hand. Eine Umwidmung der Fläche für ein Stadion und einen Riesenparkplatz ist daher keinesfalls zu rechtfertigen. Die einzig logische Konsequent ist daher, dass der Schlusspfiff für das Stadion-Projekt im Naherholungsgebiet ertönt.


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