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am 12. Juli

Verkehrskonzept Donaulände: Entlastung der AnrainerInnen und Unternehmen muss rasch angegangen werden

Helge Langer - Infrastruktur und Öffi-Angebot haben mit dem Zuwachs an Arbeitsplätzen in den letzten Jahren nicht mitgehalten. BürgerInnen-Initiativen und Unternehmen sehen dringend Handlungsbedarf. Ein Antrag der Grünen in der letzten Gemeinderatssitzung zur Entlastung wurde von allen Parteien begrüßt. Im städtischen Infrastrukturausschuss müssen nun rasch die nächsten Schritte folgen

Von der Tabakfabrik bis zur Industriezeile, Linz entwickelt sich weiter und wächst – und damit auch die Anforderungen. Immer mehr Menschen wohnen und arbeiten an den an sich attraktiven Standorten im florierenden Linzer Hafenviertel. „Die prekäre Verkehrssituation an der Donaulände und in der Hafenstraße ist seit Jahren bekannt und wird immer kritischer “, sieht Helge Langer, Klubobmann der Grünen Linz, dringend Handlungsbedarf.

Lauter Ruf nach Entlastung kommt von AnrainerInnen und Unternehmen

Mit einer BürgerInneninitiative „Tabakfabrik – wir reden MIT“, Interessensgemeinschaften von Unternehmen wie „IG Winterhafen“ oder „Digitale Meile“ und einer Unterschriftenaktion, der sich 500 MitarbeiterInnen von 17 Unternehmen angeschlossen haben wurden zahlreiche Anliegen von Betroffenen an die Stadtpolitik formuliert. „Geschehen ist bis dato aber nichts“, kritisiert Klubobmann Langer den zuständigen Verkehrsstadtrat Vizebürgermeister Hein:

„Zu bestimmten Tagesschwerpunkzeiten beeinträchtigt die hohe Verkehrsbelastung gerade im Sommer zum einen erheblich die Luftqualität, zum anderen ist die Sicherheit der arbeitenden und dort wohnenden Menschen nach wir vor gefährdet“, warnt Langer, „Schutzwege sind so ausgerichtet, dass sie den Verkehrsfluss so wenig wie möglich stören, d.h. auf Höhe Gallanderstraße wurde aus diesem Grund sogar auf eine Signalanlage verzichtet. Das führte und führt immer wieder zu Situationen, bei denen es zu Unfällen sogar mit Verletzten kommt. Hier braucht es rasch Sofortmaßnahmen.“

 

Öffi-Ausbau hat mit Zuwachs an Arbeitsplätzen nicht Schritt gehalten 

Hauptauslöser für die problematische Situation ist die Zunahme des motorisierten Individualverkehrs in Folge der gestiegenen Zahl der Arbeitsplätze. „Es ist bis heute verabsäumt worden, auf diese Entwicklung mit einem entsprechenden Ausbau des öffentlichen Verkehrs zu reagieren. So fehlt nach wie vor eine leistungsfähige Verbindung vom Hauptbahnhof bzw. der Innenstadt in Richtung Gruberstraße, Donaulände und Hafen. Dabei würde der Öffi-Ausbau wesentlich zur Entschärfung der Verkehrssituation beitragen“, ist Langer überzeugt. Es braucht ein leistungsfähiges, ökologisches und zukunftsorientiertes Gesamtkonzept für Individualverkehr, Radfahrer- und FußgeherInnen und den Ausbau der Öffis, denn die Ansiedelung weiterer Unternehmen im Bereich der Hafenstraße und das Projekt ,Neuland‘ im Hafen werden die Verkehrssituation mittelfristig noch weiter dramatisch verschärfen. 

Fest steht auch, dass Maßnahmen für dieses Viertel nicht im stillen Kämmerlein und ohne Einbindung der Betroffenen geschnürt werden dürfen: 

„Alle politischen Parteien im Gemeinderat haben die Notwendigkeit erkannt und unsere Initiative einstimmig begrüßt. Die nächsten Schritte müssen daher jetzt rasch im Infrastrukturausschuss folgen damit ein Gesamtkonzept für das Areal gemeinsam mit den betroffenen AnrainerInnen und Unternehmen zügig angegangen werden kann“, so Langer abschließend.




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