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am 18. April

Verkehrsberuhigung und bessere Luft: Hauptplatz soll im Sommer autofrei bleiben!

Eva Schobesberger - Aufgrund einer Grünen Initiative ist der Hauptplatz an Samstagabenden sowie an Sonn- und Feiertagen autofrei. Der Versuch hat sich längst bewährt. Um die Verkehrsberuhigung in der Innenstadt voranzutreiben und die Stickstoffdioxidwerte zu reduzieren, fordern wir, dass der Hauptplatz künftig auch in den Sommermonaten der sanften Mobilität vorbehalten ist.

Autofreier Hauptplatz: Ein Versuch, der sich längst bewährt hat – jetzt wird es Zeit für eine Ausweitung. Fotomontage: Robert Eder

Wie angenehm es ist über den Hauptplatz zu spazieren, ohne auf den Autoverkehr Rücksicht nehmen zu müssen, zeigt sich seit August 2013 an den Wochenenden. Gehen wir daher den beschrittenen Weg weiter und weiten die Zeiten aus. Die Grünen schlagen daher vor, dass der Hauptplatz vorerst in den verkehrsärmeren Sommermonaten verstärkt autofrei wird. Von der Regelung ausgenommen sollen wie bisher AnrainerInnen, LieferantInnen, Taxis und Busse bleiben​​. 

Nach dem Beobachtungszeitraum in den Sommermonaten soll im Herbst eine Auswertung erfolgen, wie sich der Versuch auf die Luftwerte sowie die Verkehrsströme in der Stadt auswirkt​ und anschließend eine weitere Vorgehensweise überlegt werden. Dabei müssen auch die betroffenen AnrainerInnen sowie die Wirtschaftstreibenden eingebunden werden. 

Landesrechnungshof unterstreicht dringenden Handlungsbedarf

Dass Maßnahmen für eine saubere Luft und damit auch für unsere Gesundheit überfällig sind, unterstreicht der Landesrechnungshof in seinem aktuellen Bericht deutlich. So werden die von der EU vorgeschriebenen Stickstoffdioxid-Werte von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter nach wie vor überschritten. Deshalb muss der öffentliche Verkehr konsequent Vorrang bekommen Dringender Handlungsbedarf besteht hier vor allem beim öffentlichen Verkehr über die Stadtgrenzen hinaus. Aber auch in Linz haben wir Luft nach oben – insbesondere beim Ausbau des Radverkehrs. 

Busschleusen und Umrüstung der Taxis vorantreiben 

Um die Schadstoffbelastung rasch zu reduzieren, hat Landesrat Anschober der Landesregierung ein konkretes Maßnahmenpaket vorgelegt. Wenn wir keine Umweltzone mit Fahrverboten für ältere Dieselfahrzeuge wollen, müssen jetzt erste Schritte für eine bessere Luft wollen. Es geht um unsere Gesundheit und darum, Strafzahlungen durch die EU abzuwenden. Gut vorstellbar sind in diesem Zusammenhang die Errichtung von Busschleusen an den Stadteinfahrten, um den öffentlichen Verkehr zu beschleunigen sowie die Umrüstung von Taxis auf E-Fahrzeuge.       

Erfolgsgeschichte Umweltticket zeigt: Attraktivierung der Öffis wirkt 

Dass die Menschen umsteigen, wenn das Angebot passt, zeiget die Erfahrung. ​Vorzeigebeispiel ist dabei das Linzer Umweltticket. „Circa 12.900 LinzerInnen besitzen mittlerweile die vergünstigte Öffi-Jahreskarte. Das sind mehr als doppelt so viele, als vor der Einführung des Umwelttickets im Juli 2013​​

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