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am 27. November

Trotz Maßnahmenpaket Luft steht Gefährdung der Linzer Stadtdurchlüftung im Raum

Eva Schobesberger - Trotz des Maßnahmenpakets Luft, das nun auf dem Tisch liegt, ist der Schutz von 106 Hektar Grünland in und um Linz Geschichte. Flächen in diesem Ausmaß hat das Land zur Umwidmung freigegeben und handelt damit kontraproduktiv. Zum Vergleich: in eine Fläche von 106 Quadratmetern passt der Linzer Hauptplatz mehr als 80 Mal hinein.

Von diesem potentiellen Flächenfraß ist auch ein Grundstück im Stadtteil St. Isidor im benachbarten Leonding betroffen, das der Linzer Stadtdurchlüftung den nötigen frischen Wind verleiht und somit unersetzbar ist. Wenn diese Fläche verbaut wird, ist das, als ob man im eigenen Zuhause alle Fenster zunagelt. ​

Rund 30 Hektar an Grundfläche soll nahe des Kinderdorfes St. Isidor verbaut werden, die derzeit unter anderem der Diözesanen Immobilienstiftung gehört. Medienberichten zufolge will sich die KEBA AG dort ansiedeln, dazu sollen auch Wohnungen entstehen. Eine Verbauung des Großteils des Grundstückes in St. Isidor nimmt den Menschen nicht nur eine weitere Grünfläche weg – dadurch wird auch eine wichtige Durchlüftungsschneise für das Linzer Stadtgebiet gefährdet. 

Obwohl wir einen der heißesten und trockensten Sommer hinter uns haben, werden die immer lauteren Warnsignale der Klimakrise nicht gehört. Der Profit von einigen wenigen ist offenbar nach wie vor wichtiger als der Lebensraum für uns alle und eine gesunde grüne Lunge. Durch die Verbauung von immer weiteren Grünflächen, wird uns Stück für Stück die Luft zum Atmen genommen.​​

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