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am 24. September

Schutz des Bergschlösslparks muss an erster Stelle stehen: Stadt soll Liegenschaft selbst nutzen

Eva Schobesberger - SPÖ und FPÖ haben im Linzer Gemeinderat soeben die Umwidmung der Liegenschaft mitten im historischen Bergschlösslpark durchgewunken. Somit ist es nun möglich, dass Büroflächen oder sogar ein Supermarkt in der wertvollen Grünanlage Platz finden. Der Schutz dieser für den Stadtteil so wichtigen grünen Lungen muss an erster Stelle stehen.

Dieses Grundstück mit zentraler Bedeutung darf keinesfalls veräußert werden. Mit Blick in die Zukunft ist es vielmehr angebracht, eine Verwendung des Gebäudes als Krabbelstube, Kindergarten oder vielleicht sogar als Schule zu prüfen. Schließlich entstehen unter anderem mit der PostCity im Stadtteil zahlreiche neue Wohnungen​​. 

Mit der heute beschlossenen Umwidmung des teilweise denkmalgeschützten Bergschlösslareals auf „Kerngebiet“ werden Tür und Tor für die Zerstörung der Grünfläche geöffnet. So sind auf solchen Flächen laut dem oberösterreichischen Raumordnungsgesetz u.a. öffentliche Bauwerke, etwa Büro- und Verwaltungsgebäude aber auch Handels- und Dienstleistungsbetriebe vorgesehen. 

Fahrlässiger Umgang mit Grünanlagen muss ein Ende haben

Dafür ist der Bergschlösslpark der vollkommen falsche Ort. Unmittelbar angrenzend sind durch die PostCity und den Autobahnanschluss massive Verbauungen geplant, da braucht es jedes Stück Grün umso dringender. Da jetzt einen historischen Park, der schon einmal durch das Engagement von BürgerInnen gerettet wurde, auch nur anzutasten, zeigt, dass man immer noch nicht verstanden hat, worum es geht. In Richtung Klimahauptstadt so jedenfalls nicht. Schließlich sind die innerstädtischen Grünanlagen gemeinsam mit dem Grüngürtel unser wichtigster Schatz, wenn es um den Kampf gegen die Auswirkungen der Klimakrise geht. Sie sorgen für die Kühlung und Durchlüftung der Stadt. Deshalb muss der fahrlässige Umgang mit unseren grünen Lungen endlich ein Ende finden. 

Angesichts des wachsenden Stadtteiles wäre die Stadt gut beraten, zu prüfen, wie sie die Liegenschaft selbst nutzen kann. Gerade in diesem Gebiet werden künftig zusätzliche Kinderbildungseinrichtungen benötigt. Hier bietet sich die Immobilie im Bergschlösslpark zur Nutzung an. Das wäre zukunftsorientierter als ein Verkauf und würde Schutz und Fortbestand der historischen Parkanlage sicherstellen​.


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