Bezirkegruene.at
Navigation:
am 12. September

Nur mit klarem Plan statt Streiterei lässt sich Chaos beim Kreuzfahrttourismus in geregelte Bahnen lenken

Bernhard Seeber - Nach wie vor schlagen die Diskussionen rund um den Kreuzfahrttourismus in Linz hohe Wellen. Nur aufzuzeigen, was alles falsch läuft, ist zu wenig. Die Stadt muss bei der Regelung des Schiffsverkehrs aktiv eingreifen, um nicht länger nur Passagier zu sein. Gefragt ist ein klarer Plan, um den Schiffstourismus so zu regeln, dass die AnrainerInnen und die Umwelt nicht darunter zu leiden haben.

Die in der Kreuzfahrtdebatte derzeit am lautesten schreien, haben zuvor jahrelang kein Interesse an der Thematik gezeigt. So sitzt Vizebürgermeister Hein seit rund einem Jahr in der städtischen Arbeitsgruppe zum Thema Schifffahrt. Er hätte dort genug Zeit gehabt, seine Ideen und Bedenken einzubringen. Bislang ist hier aber wenig bis nichts geschehen. „Populismus löst das Problem sicher nicht. Es müssen endlich konstruktive Lösungen im Sinne der LinzerInnen und des Umweltschutzes auf den Tisch. 

Grüner Gemeinderatsantrag soll Schiffstourismus in geregelte Bahnen lenken

​Dazu gehört vor allem die Elektrifizierung der Stromanschlüsse – wie von uns bereits im Gemeinderat 2017 vergeblich gefordert –, die Lösung des Müllproblemes und eine Neuregelung des Busverkehrs sowie der gesamten Logistik für den Schiffstourismus. Dringend notwendig ist zudem eine Prüfung, ob nicht weitere bestehende Anlegestellen außerhalb der Stadt genutzt werden können. Klar ist: Wir brauchen Lösungen schnellstmöglich und nicht erst in fünf Jahren.  

Diese Forderungen werden wir auch in der kommenden Gemeinderatssitzung in Form eines Antrages thematisieren. Dass es auf dem Papier eine Arbeitsgruppe gibt ist gut und schön. Passiert ist hier bisher nichts. Die für Wirtschaft, Infrastruktur und Tourismus zuständigen Stadtregierungsmitglieder müssen sich deshalb endlich an einen Tisch setzen und klar Schiff in der Causa machen.

Wir brauchen Dich! - Jetzt Mitglied werden!