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am 10. April

Luftgüte: Stickoxid- und Feinstaubbelastung bleibt Herausforderung

Eva Schobesberger - Der motorisierte Individualverkehr ist in Linz – wie in anderen Großstädten auch – Hauptverursacher der Schadstoffbelastung. Die Stickoxid- sowie die Feinstaubbelastung bleiben dabei die Herausforderungen für die Luftgüte in der Stadt.

Der Feinstaub-Grenzwert wurde im vergangenen Jahr an 25 Tagen an der Messstelle Linz-Römerberg, an 24 Tagen bei der Voestbrücke und an 23 Tagen im Stadtpark überschritten. Damit konnten sowohl die Grenzwerte nach IG-L (25 Tage) als auch nach EU-Vorgabe (35 Tage) eingehalten werden. Für 2018 wurden bis dato elf Feinstaub-Überschreitungstage an der Messstation Römerberg gemessen. Neben dem Feinstaub ist der Verkehr auch Hauptverursacher der zu hohen Stickoxidbelastung. Etwa die Hälfte der Stickoxidemissionen stammt in Österreich aus dem Verkehr – der Großteil von Diesel-Fahrzeugen, ein Viertel aus der Industrie, 15 Prozent durch Kleinverbrauch. An der besonders belasteten Messstelle Linz-Römerbergtunnel konnte auch 2017 der EU NO2-Grenzwert (Jahresmittelwert: 40 µg/m³) nicht eingehalten werden. Der Jahresmittelwert 2017 betrug  an der Messstelle Linz-Römerberg 46,3 µg/m³. Der Verkehr macht nach Angaben des Landes OÖ an besonders belasteten Stellen wie dem Römerbergtunnel  gar einen Anteil von 80 Prozent der Stickoxidemissionen aus.

Die Stadt Linz hat durch Maßnahmen wie das Umweltticket gezeigt, dass eine Attraktivierung des öffentlichen Verkehrs wirkt. Es besteht jedoch dringender Handlungsbedarf beim öffentlichen Verkehr über die Stadtgrenzen hinaus. Investitionen in den Ausbau und die Attraktivierung des öffentlichen Verkehrs im gesamten Großraum Linz müssen deshalb vom Land OÖ endlich umgesetzt werden

Attraktives Gewinnspiel und viele weitere Maßnahmen zur Bewusstseinsbildung  im städtischen Umweltressort 

​Das Umweltressort der Stadt Linz setzt das ganze Jahr hinweg verschiedene Initiativen, um auf die Bedeutung von sanften Mobilitätsformen zur nachhaltigen Verbesserung der Linzer Luftgüte aufmerksam zu machen. Im Rahmen der nun auslaufenden Aktion „Gemeinsam für bessere Luft“  wurde mit der LINZ AG dazu aufgerufen, eine Woche auf das Auto zu verzichten. Die Aktion fand bewusst in den ersten Monaten des Jahres statt, weil in diesem Zeitraum die Feinstaubbelastung in Linz erfahrungsgemäß am höchsten ist. Noch bis Sonntag können die Teilnahmebögen eingereicht werden. Bis dato haben sich über 130 Personen an der Aktion beteiligt. Sie leisten damit einen wesentlichen Beitrag zur Lebensqualität in der Stadt und können zudem tolle Preise gewinnen. 

Noch bis Sonntag 15. April können Teilnahmebögen zum Gewinnspiel eingesendet werden. Eine entsprechende Vorlage steht auf den städtischen Internetseiten unter www.linz.at/mobilitaetsgewinnspiel.asp zum Download bereit. Sie ist auch im Infocenter der LINZ AG LINIEN am Hauptplatz erhältlich. Ausgefüllte Formulare können direkt im LINZ AG LINIEN-Infocenter abgegeben, per E-Mail an mobilitaet@mag.linz.at oder postalisch an den Geschäftsbereich Planung, Technik und Umwelt – Mobilitätsberatung, Hauptstraße 1-5, 4041 Linz, geschickt werden. Die Teilnahmebedingungen und Details zum Gewinnspiel finden sich auf dem Gewinnspiel-Formular. Unter allen Einreichungen werden ein Gutschein für ein E-Fahrrad in Höhe von 2.500 Euro und zwei Jahreskarten der LINZ AG LINIEN verlost.

Städtische Homepage bietet viele Informationen zur Linzer Luft 

Nachhaltige Mobilität ist für die Luftgüte und die Umweltqualität  in unserer Stadt entscheidend. Deshalb setzt das Umweltressort der Stadt Linz zum einen auf Information und Bewusstseinsbildung und zum anderen auf konkrete Förderung sanfter Mobilitätsformen. Auf der neu gestalteten Homepage www.linz.at/luftguete.asp  sind nicht nur Hintergrundinformationen zur Luftgüte abrufbar, sondern auch Tipps und Maßnahmen, die zeigen, wie im Alltag ein Beitrag zur Verbesserung der Luftqualität geleistet werden kann. Zudem wird über die Umweltförderungen der Stadt Linz wie etwa für Lastenräder und Dienstfahrräder informiert.​

Umsatteln aufs Lastenrad 

Betriebe/Organisationen sollen animiert werden, Transporte mit umweltfreundlichen Verkehrsmitteln anstatt mit dem Lkw oder dem Auto zu erledigen. (Lasten-) Fahrräder haben gerade im städtischen Raum die Nase vorne, und gelangen oft schneller ans Ziel, als Pkw oder Lkw. Das (Lasten-)Fahrrad ist gerade bei kurzen Strecken im Stadtgebiet eine unschlagbare Alternative. In Linz haben sowohl verschiedene Unternehmen und Einrichtungen als auch Privatpersonen die Vorteile des Lastenfahrrades für sich entdeckt. 

Die Stadt Linz unterstützt Privatpersonen, Fahrgemeinschaften und Betriebe/Organisationen mit Standort oder Hauptwohnsitz in Linz beim Kauf von Lastenfahrrädern, Elektro-Lastenfahrrädern und Fahrradanhängern. Den Ankauf folgender Transportmittel fördert das städtische Umweltressort mit 30 Prozent der Investitionskosten. Hier die maximalen Förderhöhen im Überblick:   

  • E-Lastenfahrräder:  Maximal 1.000 Euro   
  • Lastenfahrräder:  Maximal 800 Euro    
  • Fahrradanhänger:  Maximal 150 Euro

Dienstfahrräder: Ein Plus für Umwelt und Gesundheit

Bei vielen Berufsgruppen spielt sich der Arbeitsalltag auch außerhalb der Büroräume ab. Um schnell von einem Ort zum anderen zu kommen, ist die Anschaffung von Dienstfahrrädern ein Plus. Dadurch tragen Unternehmen zu einer besseren Linzer Luft bei und fördern gleichzeitig die Gesundheit ihres Personals. Deshalb unterstützt die Stadt Betriebe und Organisationen, die ihren Firmenstandort in Linz haben, auch beim Ankauf dieser Transport-mittel und übernimmt 30 Prozent der Kosten. 

Umweltticket macht 12.900 LinzerInnen mobil 

Einen wesentlichen Beitrag zur Attraktivierung des öffentlichen Verkehrs leistet das Umweltticket. Dank der vergünstigten Jahreskarte können alle Bürgerinnen und Bürger mit Hauptwohnsitz in Linz um 285 Euro die Verkehrsmittel der LINZ AG benützen. Linz hat eine der günstigsten Jahreskarten in ganz Österreich. Zirka 12.900 verkaufte Umwelttickets zeigen, dass immer mehr Menschen umweltfreundlich unterwegs sein wollen, wenn das Angebot stimmt. 

Städtische Förderung für E-Fahrzeuge 

Die Stadt Linz fördert auch Betriebe sowie Organisationen mit öffentlichem Interesse, die in ein E-Auto investieren. Unterstützt werden der Kauf von E-Autos, E-Motorrädern und E-Scooter für Betriebe/Unternehmen sowie Organisationen mit öffentlichem Interesse (zum Beispiel Hauskrankenpflege). Die E-Mobilitätsförderung stellt eine umweltpolitische Lenkungsmaßnahme dar. Betriebe, Unternehmen und Organisationen mit einem öffentlichen Interesse sollen durch die Förderung einen Anreiz erhalten, auf umweltfreundlichere Fahrzeuge umzusteigen. Dadurch sinkt die Belastung durch Stickstoff-Dioxid (NO2). Davon profitieren die Linzer Luft und somit alle Menschen in unserer Stadt.

Förderung des städtischen Umweltressorts:   

  • E-Autos: Maximal 1.000 Euro   
  • E-Motorräder: Maximal 500 Euro    
  • E-Scooter: Maximal 300 Euro

Die Förderhöhen sind dabei mit 30 Prozent des Rechnungsbetrages begrenzt.

Förderung der betrieblichen Mobilitätsberatung

Das Umweltressort fördert zudem Linzer Betriebe, die eine Mobilitätsberatung beim Klimabündnis OÖ in Anspruch nehmen. Betriebe mit Standort Linz können die geförderte Mobilitätsberatung des Klimabündnis OÖ bis zu einem Ausmaß von 32 Stunden in Anspruch nehmen. 50 Prozent der Beratungskosten werden dann aus dem Budget der Betrieblichen Umweltoffensive (BUO) mit einer Deckelung von maximal 1.300 Euro gefördert. Das Umweltweltressort der Stadt fördert weitere 30 Prozent der Beratungskosten mit einem Maximum von 1.000 Euro.

"Linz fährt Rad 2018"

Am Montag, 26. März 2018, startete „Linz fährt Rad“ in die elfte Saison. Bis einschließlich Montag, 31. Oktober 2018, sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter jedes Linzer Betriebes, jeder Institution und Linzer Gesundheitseinrichtung eingeladen, an dieser Radaktion teilzunehmen.

Im vergangenen Jahr haben 232 Teams (212 Frauen/448 Männer) auf das Auto verzichtet und ihren Arbeitsweg mit dem Fahrrad zurückgelegt. Teilgenommen haben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Unternehmensgruppe Stadt Linz (Magistrat, LIVA, Informations- und Kommunikationstechnologie, LINZ AG, Seniorenzentren Linz GmbH),  der OÖ. Landesregierung, aus vier Linzer Krankenhäusern (Kepler Universitätsklinikum, Konventhospital Barmherzige Brüder Linz, Ordensklinikum Linz Barmherzige Schwestern und Elisabethinen) sowie aus Linzer Firmen und Organisationen. Sie fuhren dabei 632.719 Kilometer, eine Strecke, die etwa 16 Erdumrundungen entspricht. In Summe wurden damit über 120 Tonnen CO2 eingespart, die sonst bei Fahrten mit dem Auto freigesetzt worden wären. Zudem wurden 44.290 Liter Treibstoff nicht verbraucht.

Anmeldeformalitäten und Details zu „Linz fährt Rad 2018“ unter www.linz.at/radaktion.asp oder www.linz.at/mobilitaetsberatung.asp.

Textquelle: Stadt Linz 


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