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am 12. November

LASK-Stadion beim Pichlinger See ist grobes Foul am Naturschutz und an den Erholungssuchenden

Eva Schobesberger - Flächenfraß und Zerstörung von Lebensraum: Das ist die Folge, wenn die Pläne für das LASK-Stadion in Pichling realisiert werden. Durch das Bauvorhaben an diesem Standort wird ein Naherholungsgebiet entwertet und zusätzliches Verkehrschaos ausgelöst. Das ist ein grobes Foul am Naturschutz und an den Erholungssuchenden. Es ist höchste Zeit, dem Projekt die rote Karte zu zeigen.

Dass ein Stadionbau in unmittelbarer Nähe des Pichlinger Sees verantwortungslos ist, zeigt eine erste Vorabstellungnahme des Natur- und Landschaftsschutzes. Neben den Auswirkungen auf das Landschaftsbild befürchten ExpertInnen auch nachteilige Folgen für den Wasserhaushalt, den Erholungswert und negative Folgen für Flora und Fauna sowie das Kleinklima. Dazu kommt, dass der Bau eines Stadions mit den Parkplätzen einen Flächenfraß in enormen Ausmaß zur Folge hat. Wertvolle Landschaft und Lebensraum gehen so für immer verloren. "Zusammenfassend ergeben sich erhebliche nachteilige Wirkungen auf Naturhaushalt, Landschaftsbild und Erholung“, heißt es in der Stellungnahme. Als für den Naturschutz zuständiges Stadtregierungsmitglied gehe ich nicht davon aus, dass das endgültige Gutachten zu einem anderen Schluss kommen wird, als das vorläufige. 

Zusätzlich gibt es keinerlei vernünftige öffentliche Verkehrsanbindung an das Areal. Die Folge wäre, dass jedes Mal Tausende BesucherInnen mit dem eigenen PKW zu den Fußballspielen an- und wieder abreisen müssen. Wie sich das auf die ohnehin prekäre Luftsituation und die Verkehrssituation auswirkt, liegt auf der Hand. Eine Umwidmung der Fläche für ein Stadion und einen Riesenparkplatz ist daher keinesfalls zu rechtfertigen. Die einzig logische Konsequent ist daher, dass der Schlusspfiff für das Stadion-Projekt im Naherholungsgebiet ertönt.


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