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am 4. September

Kreuzfahrttourismus: Hein und Baier sind gefordert, Chaos bei Linzer Anlegestellen in den Griff zu bekommen

Bernhard Seeber - Immer größer wird der Ärger über die anlegenden Kreuzfahrtschiffe in Linz. Die zuständigen Vizebürgermeister Hein und Baier sind gefordert, das Chaos rund um die Anlegestellen in den Griff zu bekommen. Das betrifft vor allem die Elektrifizierung der Anlegestellen, die sofort in Angriff genommen werden muss, die Beseitigung des Müllproblems und eine Lösung für den Busverkehr an der Donaulände.

Im Gegensatz zu vielen deutschen Städten müssen Schiffe, die in Linz anlegen, den Motor laufen lassen, um die Stromversorgung zu gewährleisten. Die Umweltbelastung durch die laufenden Dieselaggregate ist enorm und nicht zu akzeptieren. Dazu kommt die störende Geräuschkulisse. „Es ist kein Wunder, dass sich BürgerInnen beklagen, weil es ihnen stinkt. Obwohl diese Probleme seit Jahren bekannt sind, stehen bis heute keine Landstromanlagen zur Verfügung

 Dabei haben die Grünen Linz bereits im Oktober 2017 beantragt, dass die Schiffe vom Ufer aus mit dem nötigen Strom versorgt werden. SPÖ, FPÖ und ÖVP haben sich aber damals der Stimme enthalten. Zu diesen Problemen kommt noch der Müll, den die Schiffs-Unternehmen oft bergeweise auf die Donaulände werfen. Zusätzlich hat der Busverkehr mittlerweile ein derartiges Ausmaß angenommen, dass das Naherholungsgebiet Donaulände empfindlich beeinträchtigt wird.    

Planlosigkeit statt klares Konzept 

Die Beantwortung einer Grünen Gemeinderatsanfrage an Vizebürgermeister Baier zeigt, dass es zwar eine Arbeitsgruppe zum Thema Kreuzfahrttourismus gibt, in der auch Vizebürgermeister Hein sitzt. Dort ist in der Vergangenheit aber wenig geschehen. Es entsteht der Eindruck, dass bei den Zuständigen völlige Planlosigkeit herrscht, um das bestehende Aufkommen gut bewältigen zu können. 

Daher müssen rasch Konzepte umgesetzt werden, um das derzeit herrschende Chaos zu beseitigen. Die Frage ist, ob wirklich alle Schiffe beim Lentos anlegen müssen oder ob nicht auch andere bestehende Anlegestellen außerhalb der Stadt für den Schiffsverkehr genützt werden können. Für uns ist jedenfalls klar, dass wir nur qualitätsvollen Tourismus in unserer Stadt haben wollen. Der Erhalt unserer Lebensräume und der Umweltschutz sind dabei besonders zu berücksichtigen​.


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