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am 11. November

Grünraum schützen: Laskahof-Park darf nicht verbaut werden

Eva Schobesberger - Der Flächenfraß in der Stadt geht weiter: So sollen einem Medienbericht zufolge Teile des Laskahof-Parks im Linzer Süden einer Verbauung weichen. Bei mir haben sich schon besorgte BewohnerInnen gemeldet, die um ihre grüne Oase mitten in der Asphaltwüste fürchten. Wir sprechen hier von einer stark versiegelten Gegend, wo es wenige öffentliche Grün- und Naherholungsflächen gibt.

Diese Umwidmung bedeutet weiteren Grünlandverlust im Ausmaß von 4.500 Quadratmetern“, macht Umweltstadträtin Eva Schobesberger die Auswirkungen dieses Vorhabens deutlich. Gerade im Kampf gegen die Klimakrise sind unsere Park- und Grünflächen der größte Schatz den wir haben. Daher muss der Schutz des Grünraumes oberste Priorität haben​​.

Österreich ist Europameister im Verbrauch von Boden. Kaum ein Beispiel führt diese Tatsache so deutlich vor Augen wie die Versiegelung rund um den Laskahof-Park. Direkt gegenüber der Grünfläche befindet sich das eingeschoßige Einkaufszentrum Wegscheid inklusive eines riesigen Parkplatzes, die zusammen rund 36.000 Quadratmeter an versiegelter Fläche ausmachen. Das entspricht einer Fläche, die beinahe zweieinhalbmal so groß ist wie der Laskahof-Park. Alleine der Parkplatz vor dem Einkaufszentrum nimmt dabei ein Ausmaß von ca. 14.500 Quadratmetern ein und ist damit so groß wie die Grünfläche gegenüber. 

Bei diesem Parkplatz handelt es sich noch dazu um eine verbetonierte Fläche, die außerhalb der Geschäftszeiten verwaist ist und somit die meiste Zeit ungenutzt bleibt. Solche Flächen müssen viel besser genutzt werden. Hier braucht es kreative Modelle anstatt weitere Grünflächen umzuwidmen, wie das nun offenbar beim Laskahof-Park geschehen soll. Dieser verschwenderische Umgang mit Grund und Boden auf Kosten unserer Lebensqualität muss ein Ende finden.        

Flächenfraß beschleunigt die Klimakrise 

Dennoch gibt es Pläne, rund ein Drittel des Laskahof-Parks zu verbauen. Während die Stadt einerseits die Pflanzung von 1000 neuen Bäumen innerhalb der kommenden drei Jahren beschlossen hat, scheint andererseits der Schutz bestehender Grünflächen nach wie vor nur eine untergeordnete Rolle zu spielen. Völlig gesunde Bäume zu fällen, um einen Teil des Parks zu verbauen, führt alle Bemühungen für mehr Klimaschutz ad absurdum und ist ein klarer Widerspruch zum Vorhaben, Linz zur Klimahauptstadt zu machen. 

Schließlich ist gerade der Flächenfraß ein Beschleuniger der Klimakrise. Eine Grünfläche nach der nächsten zu verbauen wirkt sich nicht nur auf die Naherholungs- und Lebensräume negativ aus. Immer weniger grüne Lungen in unserer Stadt bedeuten schlechtere Durchlüftung und weniger Abkühlung im Sommer und somit eine Verschlechterung der Lebensqualität in der Stadt. Das ist als ob man im eigenen Zuhause alle Fenster zunagelt. Deshalb gibt es keinen Zweifel daran, dass die städtischen Grünflächen unangetastet bleiben müssen.

Hier gut zu sehen: Die dichte Versiegelung rund um den Laskahof-Park. Fotocredit: Flächenwidmungsplan WEBGIS Linz
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