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am 6. Februar

Fabasoft-Firmenzentrale: Bürgermeister muss Plänen im Grüngürtel endlich eine Absage erteilen

Eva Schobesberger - Der Grüngürtel ist mit den städtischen Parkanlagen unser wertvollster Schatz in der Klimakrise. Dennoch wurden in der vergangenen Gemeinderatssitzung am Freinberg 5.000 m2 Grüngürtel zum Bau von Luxuswohnungen umgewidmet. Nach wie vor stehen 11.000 Quadratmeter bei der Johannes Kepler Universität zur Diskussion, wobei noch dazu 3.000m2 Wald betroffen sind.

Hier weiter umzuwidmen wäre fatal. Ich erwarte mir von Bürgermeister Luger, dass er diesem Bauvorhaben im Grünland endlich eine klare Absage erteilt und der Firma Fabasoft stattdessen hilft, eine geeignete Fläche im Bauland zu finden. Wir müssen unseren Grüngürtel schützen, weil er für die Kühlung und Durchlüftung unserer Stadt sorgt. Den Grüngürtel zu verbauen, ist, als ob man in der eigenen Wohnung alle Fenster zunagelt​​. 

Entsprechend negativ fällt auch die naturschutzfachliche Stellungnahme zu den Plänen aus. „Das geplante Vorhaben stellt einen gravierenden Eingriff in eine natürliche Waldgesellschaft und in ein intaktes Landschaftsbild dar und kann daher fachlich aus der Sicht des Natur- und Landschaftsschutzes nicht vertreten werden“, heißt es in der Expertise. Zudem widerspricht die gewünschte Umwidmung den Zielen des Örtlichen Entwicklungskonzeptes. Die Profitinteressen privater Investoren dürfen nicht wichtiger sein, als der Erhalt des Linzer Grüngürtels und somit dem Lebensraum für uns alle. Hier ist dringend ein Umdenken nötig.

Im Örtlichen Entwicklungskonzept (ÖEK) ist der betroffene Bereich als Grünland, konkret als „landschaftliche Vorrangzone mit besonderer Bedeutung für die Naherholung“ eingestuft. 

In der Naturschutzfachlichen Stellungnahme heißt es weiter: „Eine Rodung und Verbauung des Waldes an der Altenberger Straße ist naturschutzfachlich eindeutig negativ zu beurteilen, ebenso wie die Verbauung der angrenzenden landwirtschaftlich genutzten Fläche. Diese Verbauung würde massiv in den Grüngürtel eingreifen, würde das Landschaftsbild dauerhaft beeinträchtigen und widerspricht den Zielen der Raumordnung und des Örtlichen Entwicklungskonzeptes“, heißt es in der Expertise, die ebenfalls auf erschlossene und als Bauland gewidmete Flächen verweist.


 

 

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