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am 14. September

Dieselaggregate der ankernden Kreuzfahrtschiffe belasten die Umwelt: Landstromanschlüsse fehlen nach wie vor

Eva Schobesberger - Der Flusskreuzfahrt-Boom wirkt sich auch auf den Linzer Schiffsverkehr positiv aus. Grundsätzlich ist diese Entwicklung begrüßenswert. Umso dringender wird es aber Zeit, die Energieversorgung für die Schiffe zu modernisieren und damit auch umweltfreundlicher zu machen.

Bei den Kreuzfahrtschiffen, die in Linz vor Anker liegen, erfolgt die Stromversorgung großteils über die schiffseigenen Dieselstromaggregate. Die Folge sind eine Belastung für die Umwelt und eine entsprechende Geräuschkulisse, über die sich auch BürgerInnen beklagen.​

Deshalb fordert sie den für die Schifffahrt zuständigen Bürgermeister Klaus Luger auf, eine zeitgemäße Lösung im Sinne der Umwelt und der Menschen zu finden und die Schiffe mit Strom zu versorgen. Schließlich sind in anderen Städten wie Passau, Regensburg oder Düsseldorf Anlegestellen mit Landstromanschluss längst Realität. 

Diese Beispiele zeigen, dass es umweltschonende Alternativen gibt. So positiv die Entwicklung des Kreuzfahrttourismus’ für Linz ist, steht fest, dass wir in unserer Stadt bei der technischen Ausstattung der Anlegestellen Handlungsbedarf haben.

Wie sich die Dieselstromaggregate der Schiffe auf die Umwelt auswirken, zeigt folgender Vergleich: Die stündlichen Stickstoffdioxid-Emissionen eines Stromaggregates im Vollbetrieb entsprechen jenen von 981 Kraftfahrzeugen auf einer Strecke von einem Kilometer und Stunde. Diese Zahlen untermauern, dass es rasch eine zeitgemäße Lösung braucht. Es kommt ja auch niemand auf die Idee, mit einer Diesellokomotive in die Stadt zu fahren. 

Um die Situation zu verbessern, muss Bürgermeister Luger die Umrüstung auf Landstromanschlüsse umgehend in die Wege leiten. Es ist Zeit zu handeln. Ein weiterer Ausbau der Schifffahrt ohne Umstellung auf Landstromanschlüsse wäre unverantwortlich.   

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