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am 24. August

Coffee to go – Cup to keep: Mit neuer Initiative sollen Wegwerfbecher der Ver­gangen­heit angehören

Eva Schobesberger - Weniger Einwegbecher, mehr für die Umwelt. Das ist das Ziel der Initiative "Coffee to go – Cup to keep". Konkret bekommen alle KundInnen, die mit ihrem eigenen Becher kommen, einen Rabatt von 20 Cent auf ihren Kaffee. Derzeit nehmen vier Linzer Betriebe an der Aktion teil.

Unterstützen die Initiative „Coffee to go – cup to keep“: Gunda Resch (Café Gerberei, 2.v.l.), Elisabeth Krainz-Blum (Mein Müli – Der Bioladen, 2.v.r.) und Katharina Luger (Bio-Holzofenbäckerei Gragger, r.). Foto: Stadt Linz/Dworschak

Ein „Coffee to go“ gehört für viele LinzerInnen zum Start in den Tag. Die beliebte Mitnahme von Espresso, Cappuccino und Co. im Wegwerfbecher ist zwar praktisch, für die Umwelt aber eine Belastung. So verursachen die tausenden Becher, die alleine in Linz täglich nach einmaliger Benutzung weggeworfen werden, eine enorme Ressourcenverschwendung und große Müllmengen. Aus diesem Grund startet das Umweltressort der Stadt Linz die Initiative „Coffee to go – Cup to keep“. Mitmachen können dabei alle Betriebe, die Getränke to go – also zum Mitnehmen – anbieten und ihren KundInnen einen Rabatt in der Höhe von 20 Cent gewähren, wenn diese Mehrwegbecher zum Befüllen mitbringen. Die teilnehmenden Geschäfte werden in Zukunft durch das „Coffee to go – Cup to keep“-Logo an der Ladentür erkennbar sein.

Jeder Kaffee, der unterwegs im eigenen Cup statt im Einwegbecher genossen wird, ist ein Gewinn für die Umwelt. Großer Dank gilt allen, die diese Initiative unterstützen und so einen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz in unserer Stadt leisten. 

Mei Häferl is mei Kaffee: Pilotphase startet mit vier Betrieben

Etwas Gutes für die Umwelt tun und dabei auch noch Geld zu sparen, ist ganz einfach: Die einzige Voraussetzung ist es, einen Mehrwegbecher mitzubringen und bei den teilnehmenden Betrieben einen „Coffee to go“ zu kaufen. Die Pilotphase startet mit vier Linzer Betrieben, denen Nachhaltigkeit ein großes Anliegen ist. Ab sofort erhalten KundInnen mit ihrem eigenen Mehrwegbecher in folgenden Unternehmen 20 Cent Rabatt auf die to-go-Getränke.

  • Bio Holzofenbäckerei Gragger, Hofgasse 3 (Altstadt)
  • Mein Müli – Der Bioladen, Pfarrplatz 16
  • Café Gerberei, Pfarrplatz 10a
  • Café Viele Leute, Pfarrplatz 4

Alle, die wissen möchten, welche Unternehmen die Initiative des Umweltresorts bereits unterstützen und alle weiteren Betriebe, die bei der Aktion mitmachen möchten, können sich unter www.linz.at/coffeetogo.asp informieren bzw. melden. Das Umweltmanagement der Stadt Linz wird in den kommenden Wochen gezielt die Linzer Gastrobetriebe, Bäckereien und Tankstellen über die Initiative informieren.

Eigener Cup und Pfandsystem als langfristiges Ziel

Die Teilnahme soll sowohl für die LinzerInnen als auch für die Betriebe in der Pilotphase so einfach wie möglich sein. Langfristig soll auch ein eigener „Linzcup“ angeboten werden sowie eventuell ein Pfandsystem eingeführt werden. Dazu werden die Systeme und Erfahrungen anderer Städte verfolgt, um für Linz ein ausgereiftes Modell entwickeln zu können.​

Städte machen gegen Wegwerfbecher mobil

Nicht nur das Umweltressort der Stadt Linz setzt eine Initiative zum Umstieg auf Mehrwegbecher. Zahlreiche deutsche Städte haben in den vergangenen Monaten ähnliche Aktionen gestartet. So experimentiert die Stadt Freiburg im Breisgau seit Anfang des Jahres mit einem Pfandsystem. Die deutsche Hauptstadt Berlin hat im Juli ihre Initiative „Better World Cup“ präsentiert, an dem sich auch das Linzer Modell orientiert. Grund für die zahlreichen Initiativen in den verschiedenen Städten sind der enorme Ressourcenverbrauch und der anfallende Müll. Die Initiatoren in Berlin haben für die 3,6 Millionen EinwohnerInnen zählende Metropole geschätzt, dass täglich 460.000 Einwegbecher verbraucht werden. 

Dadurch entstehen alleine in Berlin 2.400 Tonnen Müll jedes Jahr. Aber nicht nur der Abfall schlägt sich negativ in der Umweltbilanz nieder. Für die Produktion von Einwegbechern werden Papierfasern sowie Kunststoff verwendet, dessen Herstellung Rohöl benötigt. So wird damit gerechnet, dass allein für die Herstellung der Einwegbecher in Berlin Holz von 2.580 Bäumen sowie 1.320 Tonnen Rohöl und 85 Millionen Liter Wasser verbraucht werden. Bei der Produktion eines Einwegbechers werden zudem circa 110 Gramm CO2 ausgestoßen.

Umgelegt auf Linz ergeben Schätzungen, dass täglich circa 20.000 Einwegbecher in den Mistkübeln der Landeshauptstadt landen und dadurch allein mehr als 100 Tonnen Müll im Jahr entstehen. 

Kontakt zum Umweltmanagement der Stadt Linz 

Alle Betriebe, die bei der Aktion mitmachen möchten, können sich unter www.linz.at/coffeetogo.asp informieren bzw. sich bei der Abteilung Umweltmanagement der Stadt Linz melden.

Geschäftsbereich Planung, Technik und Umwelt
Hauptstraße 1 - 5
4041 Linz
Tel: +43(0)732/7070/3972
E-Mail: um.ptu@mag.linz.at




Das „Coffee to go – Cup to keep“-Sujet. Gestaltet von der Linzer Illustratorin Silke Müller. Foto: Stadt Linz
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