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am 6. February

Wohnen muss wieder leistbar werden: Neue Abgabe ist erster Schritt – Dis­ku­ssion über Maßnahmen fehlt

Sophia Hochedlinger - Mit der Einhebung der Freizeitwohnungspauschale besteht die Möglichkeit, einen Überblick über die Zahl der ungenützten Wohnungen zu bekommen. Wohnungen sollen wieder zum Wohnen verwendet werden. Wir fordern, dass die Daten aus der Freizeitwohnungspauschale präsentiert und Maßnahmen zur Reduzierung der Leerstände diskutiert werden Das wäre ein erster Schritt, damit Wohnen wieder leistbar wird.

Bislang sind alle Versuche gescheitert, Näheres über die Zahl der leerstehenden Wohnungen in Linz zu erfahren. Aktuellen Schätzungen zufolge, sollen rund 6000 Einheiten derzeit nicht genützt werden. Wenn EigentümerInnen ihre Wohnungen leer stehen lassen anstatt sie zu vermieten, wirkt sich das auf das Angebot und die Wohnkosten negativ aus. Somit müssen viele Menschen für ihr Dach über dem Kopf monatlich draufzahlen, nur damit sich einige SpekulantInnen weiter bereichern können.

Die Einhebung der Freizeitwohnungspauschale ist daher ein wichtiges Instrument, um mehr Wohnungen wieder auf den Markt zu bringen. Um möglichst genaue Informationen zu sammeln, wer welche Wohnungen nicht nutzt oder nicht vermietet, wäre es sinnvoll, die gemeldeten Fälle nach Wohnungsgröße und den betroffenen statistischen Bezirken aufzuschlüsseln. Die Daten dürfen dann aber nicht in der Schublade verschwinden. Nötig ist jener transparente Umgang mit den gewonnenen Erkenntnissen, den die rot-blaue Rathauskoalition zuletzt aber abgelehnt hat. Der Datenschutz muss dabei selbstverständlich gewahrt bleiben. 

Nachdem jahrelang nichts unternommen worden ist, haben wir mit der Freizeitwohnungspauschale endlich die Möglichkeit, etwas gegen die Spekulation mit Wohnraum zu unternehmen und dazu beizutragen, dass die Mietpreise wieder leistbar werden.


 


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