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am 8. Oktober

Sanieren und überbauen statt Grünflächen verbauen

Marie Edwige Hartig - Die Nachfrage nach Wohnungen in unserer Stadt ist nach wie vor groß. Moderne Konzepte, um der Nachfrage gerecht zu werden und dabei möglichst wenig unbebaute Flächen zu verbrauchen, sind in Linz nach wie vor Mangelware. Möglichkeiten, um platzsparend neuen, leistbaren Wohnraum zu schaffen gibt es aber genug – angefangen von der Sanierung von Altbeständen bis hin zur Überbauung von Gebäuden

Egal, ob in Urfahr oder im Linzer Süden: Quer durch das Stadtgebiet entstehen derzeit neue Wohnanlagen. Natürlich ist es erfreulich, dass unsere Stadt als Wohnort seit Jahren gefragt ist. Umso wichtiger ist es, durchdachtere Konzepte zu entwickeln, damit die grünen Wiesen nicht völlig verschwinden und die Bodenversiegelung überhandnimmt. 

Dass es möglich ist, Wohnraum zu schaffen, ohne dabei eine Fläche nach der nächsten zu verbauen, zeigen Beispiele aus anderen Städten, in denen immer öfter Wohnungen auf bestehenden Gebäuden wie Supermärkten errichtet oder Dachgeschoße ausgebaut werden. Flächensparende Konzepte sind die Zukunft des Wohnbaus und gehören daher auch in Linz stärker mitgedacht, anstatt ein Hochhausprojekt nach dem nächsten voranzutreiben, von dem nur Investoren profitieren  

Wohnbauförderung muss Sanierungen mehr berücksichtigen 

Dass bei der Umsetzung solcher Konzepte noch Luft nach oben ist, zeigt ein Blick auf die städtische Website. Dort findet sich bei den aufgelisteten Förderungen zwar ein Hinweis, dass es einen Topf für die „Mobilisierung von Wohnraum (Dachgeschoßausbau) gibt. Dieser ist laut Linz-Homepage derzeit aber nicht dotiert. Hier wird am falschen Platz gespart. 

Eine andere Möglichkeit, um platzsparend neue Wohnungen anzubieten, ist die Sanierung von Altbeständen. Bemühungen in diese Richtungen gibt es zwar. Oft scheitern die Absichten aber daran, dass Landes-Wohnbauförderungen für Neubauten attraktiver als für die Sanierung bestehender Gebäuden sind, wie es zum Beispiel bei der Wohnanlage Wimhölzel-Hinterland der Fall gewesen ist. Die Fördermodelle gehören neu gedacht, damit es sich wieder auszahlt, leerstehende Wohnungen durch Sanierungen auf den Markt zu bringen.



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