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am 13. März

Rot-Blau lehnt Transparenz bei Grundstücksdaten ab und verzögert dadurch Bemühungen für leistbares Wohnen

Sophia Hochedlinger - Alle reden von leistbarem Wohnen – wenn es darum geht, den Worten Taten folgen zu lassen, stößt man aber rasch auf Widerstände. So hat die rot-blaue Rathauskoalition in der jüngsten Gemeinderatssitzung abgelehnt, Daten über die Entwicklung der Grundpreise in Linz auf den Tisch zu legen und wollte darüber nicht einmal im Ausschuss diskutieren.

Wir wollen, dass Wohnen wieder leistbar wird. Um Maßnahmen zu entwickeln, die dazu führen, müssen zuerst die Fakten auf den Tisch. Hier ist volle Transparenz anstatt Geheimhaltung gefragt. Wie sehr die Wohnkosten in den vergangenen Jahren gestiegen sind, zeigt folgender Vergleich: Anfang der 1970er Jahre haben die Kosten für das Zuhause durchschnittlich zehn Prozent des Haushaltseinkommens betragen. Heute müssen im Schnitt 30 bis 40 Prozent dafür aufgewendet werden. 

Obwohl diese negative Entwicklung seit Jahren bekannt ist, fehlen bis heute fundierte Informationen seitens der Stadt über die Entwicklung der Grundstückspreise. Diese Erkenntnisse sind aber Voraussetzung, damit sich der Gemeinderat Maßnahmen für leistbares Wohnen überlegen kann. Doch anstatt zu überlegen, wann und wo die Fakten über die Entwicklung der Grundstückspreise transparent dargelegt werden können, haben SPÖ und FPÖ im Gemeinderat erklärt, was alles nicht möglich sein soll. Inhaltliche Argumente, warum unser Gemeinderatsantrag nicht sinnvoll sei, sind ausgeblieben. „Mit dieser Blockadehaltung wird es nicht gelingen, die steigenden Wohnkosten zu bremsen. Die Leidtragenden sind die Linzerinnen und Linzer, die immer mehr von ihrem Einkommen für ihr Zuhause ausgeben müssen“, so Hochedlinger.

Grüne Anfrage soll Fakten auf den Tisch bringen 

​Uns geht es darum, den Menschen leistbares Wohnen zu ermöglichen und nicht die die Interessen privater Investoren in den Mittelpunkt der Stadtplanungspolitik zu rücken. „Daher werden wir in der kommenden Gemeinderatssitzung eine Anfrage zur Entwicklung der Linzer Grundstückspreise stellen, damit die Fakten auf den Tisch kommen und wird endlich Maßnahmen überlegen können, damit Wohnen wieder leistbar wird“, kündigt Hochedlinger abschließend an.    


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