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am 28. January

Pläne für „Post City“ sind vielversprechend – A26-Autobahn bedeutet aber dicke Luft für Wohnbauvorhaben

Klaus Grininger - Die Pläne für die Entwicklung der Post City werden konkreter. Die Überlegungen für die Umgestaltung hin zu einem neuen Stadtteil sind vielversprechend. Dass bis zu 35 Prozent der Fläche für Wohnzwecke genützt werden sollen, ist aber kritisch zu sehen.

Unsere Stadt ist bereits jetzt Luftsanierungsgebiet. Wenn in einigen Jahren die Autos auf der A26-Autobahn mitten durch unsere Stadt am ehemaligen Post-Areal vorbeidonnern, wird den Menschen, die hier leben, die Luft zum Atmen genommen. 

Im Jahr 2014 hat die Post ihr Logistikzentrum beim Bahnhof geschlossen und ist nach Alhaming gezogen. Seitdem steht das Areal abgesehen von Veranstaltungen leer. In den kommenden Jahren soll auf der Fläche nun ein neuer Stadtteil mit Büros, Gastronomie und offenbar auch Wohnungen entstehen. Wie der zuständige Infrastrukturstadtrat trotz eines Gutachtens, das eine Wohnnutzung unmittelbar beim Bahnhof kritisch sieht, über den Bau Hunderter Wohnungen nachdenken kann, ist völlig unverständlich. 

Wohnungen neben eine geplante Autobahn zu bauen, geht sich einfach nicht aus. Sollen Menschen hier ernsthaft in ihrem privaten Lebensumfeld großen Luft- und Lärmemissionen ausgesetzt sein? Schließlich soll der untertunnelte Bereich der A26 im Bereich des Bahnhofes enden bzw. beginnen. An der „Post City“ fahren die tausenden Autos oberirdisch vorbei. 

Drehscheibe beim Hauptbahnhof weiter aufwerten 

Nicht aus den Augen gelassen werden soll bei den Umbauplänen auch der öffentliche Verkehr. Um die Drehscheibe beim Hauptbahnhof noch weiter aufzuwerten, dürfen die Pläne für den Fernbusbahnhof als Teil des Areals nicht unter den Tisch fallen. Insgesamt birgt das vorliegende Konzept aber die Chance, aus dem Post-Areal einen lebendigen Stadtteil zu machen. Wichtig dabei ist, dass der neue Stadtteil auch gut an den Hauptbahnhof angebunden ist.



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