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am 18. Juni

ÖBB-Wohnungen im Franckviertel: Lässt kolportierter Kaufpreis Absicht zum Hochhausbau vermuten?

Helge Langer - Katastrophales Ergebnis des BieterInnen-Verfahrens rund um die ÖBB-Wohnungen im Franckviertel. Einem aktuellen Medienbericht zufolge ging der Zuschlag an ein Konsortium, dessen Angebot mehr als deutlich über dem der GWG gelegen haben soll. Es ist sogar vom fünffachen Kaufpreis die Rede.

Wenn private Investoren solche Summen zu zahlen bereit sind, rechnen sie wohl fix damit, Hochhäuser bauen zu dürfen, damit sich ihre Ausgaben bezahlt machen. Schließlich ist das Grundstück, um das es geht, ja nicht gewachsen. Das ist die Folge der Hochhaus-Politik von SPÖ und FPÖ der vergangenen Jahre. 

Dass die Wohnungen an private Investoren gegangen sind, hat auch Bürgermeister Luger zu verantworten. Zwar hat er, wie im Gemeinderat bekannt geworden ist, im Jahr 2008 einen Brief an die ÖBB geschrieben, mit dem Angebot, die Häuser aus dem Besitz der Bundesbahnen zu erwerben. Seither hat er nichts mehr unternommen. Der Bürgermeister hat auch 2008 offenbar nicht daran gedacht, sich an das Verkehrsministerium zu wenden, obwohl dieses damals und bis Ende 2017 in SPÖ-Händen gewesen ist. Die VerkehrsministerInnen haben in diesem Zeitraum Werner Faymann, Doris Bures, Alois Stöger, Gerald Klug und Jörg Leichtfried geheißen. 

Es ist deshalb völlig unverständlich, warum der Bürgermeister nach seinem Brief im Jahr 2008, bis 2021 nichts mehr unternommen hat. Damals hätte man vielleicht noch etwas ändern können. Hätte er entschlossener gehandelt, wäre die jetzige Situation gar nicht erst entstanden​​​​

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