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am 10. Oktober

Linzer Grüngürtel wird immer mehr angeknabbert: Strengere Richtlinien für Umwidmungen notwendig

Klaus Grininger - Der Schutz des Grüngürtels hat in der Stadtentwicklung unter Rot-Blau zusehends weniger Bedeutung. Jüngste Beispiele dafür sind das Stadionprojekt in Pichling und das Vorhaben, auf dem Minigolfplatz am Freinberg Wohnungen zu errichten. Beide Flächen sind noch dazu im überregionalen Grünzug des Landes ausgewiesen.

Die geplante Aufweichung der bestehenden Schutzbestimmungen sind bedenklich. Wir brauchen strengere Regeln, um wichtige Grün- und Naherholungsflächen besser zu schützen. Daher fordern wir, eine Zweidrittelmehrheits-Pflicht im Gemeinderat bei Umwidmungen überregional bedeutender Grünflächen​​ . 

Vorbild ist dabei die Stadt Salzburg, wo für die Umwidmung besonders wertvoller Grünflächen eine Zweidrittel-Mehrheit im Gemeinderat notwendig ist. Zum Vergleich: in Linz ist eine einfache Mehrheit ausreichend. Durch eine entsprechende Änderung kann sichergestellt werden, dass aktuell die rot-blaue Rathauskoalition nicht sämtliche heiklen Umwidmungen im Alleingang beschließen kann. Der Schutz unserer Grünanlagen würde dadurch deutlich gestärkt werden.

Auch das Land hat ein Wort mitzureden 

Wenn das Stadion-Projekt bzw. das Vorhaben des Schulvereines des Aloisianums die Minigolfplatz-Fläche zu verkaufen, umgesetzt werden soll, braucht es dazu nicht nur die Zustimmung des Gemeinderates. Beide Areale sind auch im regionalen Raumordnungsprogramm als Grünfläche ausgewiesen. Somit müsste auch der zuständige Referent in der Landesregierung eine Umwidmung absegnen. Wenn diese Tür geöffnet wird, droht die Gefahr, dass der Grüngürtel in absehbarer Zeit verschwindet​​​​​​​​​.

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