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am 12. Februar

Linz braucht mehr leistbare Wohnungen und keine leerstehenden Luxus-Immobilien

Helge Langer - Die Wohntürme, die in Linz derzeit in die Höhe wachsen bzw. bereits errichtet worden sind, haben eines gemeinsam: Für die Durchschnittsbevölkerung sind diese Wohnungen kaum noch leistbar.

Die Auswirkungen der gänzlich auf die Wünsche der Investoren ausgerichteten  Stadtplanungspolitik werden nun immer mehr sichtbar. Linz braucht leistbare, geförderte Wohnungen und keine Luxus-Immobilien, von denen viele mangels Nachfrage leer stehen. 

Anfang der 1970er Jahre haben die Kosten für das Zuhause durchschnittlich zehn Prozent des Haushaltseinkommens betragen. Heute müssen die BürgerInnen im Schnitt 30 bis 40 Prozent ihres Verdienstes für ein Dach über dem Kopf aufwenden. Diese besorgniserregende Entwicklung mit dem Bau von Luxus-Immobilien, wie dem Brucknertower, den Lenau Terrassen oder dem Luxtower noch zu befeuern, ist planungspolitisch völlig verkehrt. Dadurch werden unnötig Leerstände produziert, während gleichzeitig immer mehr Menschen in Linz auf der Suche nach leistbarem Wohnraum sind.

Wohnungen dürfen keine Spielwiese für AnlegerInnen sein

Dabei hätte die Stadt durchaus Möglichkeiten, um mehr Wohnungen zu schaffen, die für die Allgemeinheit erschwinglich sind – etwa durch Vorgaben bei Grundstücksumwidmungen in Bauland. Während Städte wie Innsbruck Privaten entsprechende Richtlinien vorgeben, damit auch genügend leistbare Wohnungen entstehen, herrscht der Eindruck, dass Investoren in Linz tun und lassen können was sie wollen. Leerstehende Luxus-Immobilien haben für die Allgemeinheit keinen Nutzen. Wohnungen müssen zum Wohnen da sein und dürfen keine Spielwiese für ohnehin vermögende AnlegerInnen sein​.


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