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am 12. Februar

Investoren-Interessen dürfen nicht länger im Mittelpunkt der Linzer Stadtplanungspolitik stehen

Klaus Grininger - Auf dem Gelände der ehemaligen Bruckneruni soll das nächste Hochhaus in den Himmel wachsen. Nach wie vor entsteht der Eindruck, dass in unserer Stadt die Interessen der Investoren im Mittelpunkt stehen. Viel wichtiger wäre, dass der Bürgermeister und der FPÖ-Planungsstadtrat auch die nachhaltige Stadtentwicklung im Blick haben.

Mit den Abrissarbeiten der ehemaligen Bruckneruni fühlt sich Stadtrat Hein bemüßigt, das 10-Punkte-Programm für Hochhäuser – das die Investoren abarbeiten müssen – öffentlich in den Himmel zu loben. Bei genauerem Hinsehen zeigt sich, dass dieser Plan einige Lücken offenbart.

 Unter anderem sehen die Auflagen vor, die betroffenen AnrainerInnen erst zum Abschluss des Verfahrens zu informieren. Wünsche der BürgerInnen sind dabei lediglich zu protokollieren.

Verbesserungsbedarf besteht vor allem bei einer gesamtheitlichen Planung. Nach wie vor wird den Auswirkungen von Hochhäusern auf das jeweilige Stadtviertel zu wenig Beachtung geschenkt. Luft nach oben gibt es auch bei der Grünraumplanung, die bei Hochhausprojekten derzeit nur eine Nebenrolle spielt. Andere Punkte, etwa der Mehrwert für die Stadt sind in dem 10-Punkte-Programm zwar grundsätzlich verankert. 

Allerdings nützt der beste Plan wenig, wenn sich in der Praxis niemand an die Vorgaben hält und Investoren nahezu freie Hand haben, um in Linz Hochhäuer aus dem Boden sprießen zu lassen. 


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