Bezirkegruene.at
Navigation:
am 9. August

Innovative Konzepte statt Tiefgaragen-Steinzeitprojekt: Keine Zerstörung des Schillerparks, Vorrang für Mensch und Umwelt

Klaus Grininger, Bernhard Seeber - Ein 130 Meter hohes Gebäude samt Tiefgarage für 1000 Autos im Schillerpark: Die Gerüchte, wie das Areal künftig aussehen soll, nehmen nicht ab. Werden die Pläne so umgesetzt, bedeutet das die Zerstörung einer für die Gesundheit und das Stadtklima wichtigen Grünfläche in der Innenstadt und einen zusätzlichen Verkehrserreger im dicht verbauten Gebiet.

Dass die südliche Landstraße aufgewertet werden soll, ist unbestritten. Wenn private Investoren der Stadtpolitik die Regeln diktieren, ist das höchst bedenklich und hat mit zukunftsorientierter, verantwortungsvoller Stadtplanung nichts zu tun. 

Dass es nicht mehr zeitgemäß ist, möglichst viele Autos in die Innenstadt zu holen, zeigen Beispiele aus Wien. In der Bundeshauptstadt werden große Möbelkonzerne Filialen in der Innenstadt errichten und dabei auf kostspielige und die Natur zerstörende Parkflächen verzichten. Dass es innovative Lösungen gibt, hat sich nach Linz offenbar noch nicht durchgesprochen. Hier werden weiterhin Steinzeitprojekte verfolgt, die eine zusätzliche Belastung der AnrainerInnen sowie der Umwelt zur Folge haben und lediglich einem Investor dienen.

Deshalb braucht es klare Regeln der Stadtpolitik, was an einem Standort möglich ist und was nicht, bevor mit konkreten Planungen begonnen wird. Hier wären Bürgermeister Klaus Luger und Planungsstadtrat Markus Hein gefordert, die ihrer Aufgabe aber nicht nachkommen.

Unbestritten ist, dass bei der Entwicklung der südlichen Landstraße Verbesserungsbedarf besteht. Mit einem 130 Meter hohen Hochhaus samt Einkaufszentrum werden die Probleme aber nicht gelöst. Vielmehr braucht es eine Öffnung des Schillerpark-Komplexes in Richtung Landstraße und keine Abschottung, die eine Shoppingmall möglicherweise mit sich bringen würde.

Hausbesuche haben gezeigt: BürgerInnen gegen Tiefgaragen-Pläne 

​Unabhängig davon wurden die AnrainerInnen bis heute nicht informiert, dass es am Schillerparkareal in den kommenden Jahren zu Veränderungen kommen wird. Dass die BewohnerInnen in den Straßen rund um die Grünfläche von den sich anbahnenden Entwicklungen wenig begeistert sind, zeigte eine Hausbesuchstour der Grünen Linz vor wenigen Wochen. Dabei haben wir rund 400 Haushalte besucht. Der überwiegende Teil der Menschen, mit denen wir gesprochen haben, hat sich dabei klar gegen ein Hochhaus und eine Zerstörung des Schillerparks durch eine Tiefgarage ausgesprochen. Die Bedenken der BürgerInnen müssen ernst genommen und dürfen nicht übergangen werden.        

Aktiv  werden.  Das  ist  Grün.  Banner  rechts.