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am 13. Februar

Hände weg vom Rathausgeviert: Linzer Rathaus muss im Eigentum der LinzerInnen bleiben

Eva Schobesberger - Nach zahlreichen anderen Liegenschaften will die Stadt eines Medienberichtes zufolge nun auch strategisch wichtige innerstädtische Gebäude verkaufen und plant offenbar Teile des Rathausgeviertes zu veräußern. Dieses kolportierte Vorhaben ist völlig unverständlich und an Kurzsichtigkeit nicht mehr zu überbieten.

Durch einen Verkauf würde die Stadt quasi zum Bittsteller in einem Teil des eigenen Häuserkomplexes und nimmt sich jegliche Chance, die Gebäude am Pfarrplatz und in der Pfarrgasse selbst zu nutzen und zu entwickeln. 

Bis jetzt war der Tenor der Stadt, sogenannte nichtstrategische Immobilien zu verkaufen. Dass man das Linzer Rathausgeviert als nicht strategisch ansieht, halte ich für absurd. Wenn tatsächlich Teile dieses Gebäudekomplexes an private Investoren verkauft werden, kommt das einem Ausverkauf zentraler städtischer Liegenschaften gleich. Das ist, als ob jemand einen Teil der eigenen Wohnung verkauft und dann nicht mehr entscheiden kann, was künftig im Vorzimmer passiert. 

Stadt darf sich nicht privaten Investoren ausliefern 

Völlig unklar ist zudem, welche Auswirkungen das auf die betroffenen MieterInnen haben würde, wenn die Stadt tatsächlich gleich mehrere Teile des Rathausgeviertes veräußern möchte. Wenn gleichzeitig viele Gebäude in der Innenstadt leer stehen, ist es nicht besonders klug, weitere Immobilien auf den Markt zu bringen.   

Bei der Entwicklung der eigenen Stadt die Fäden so leichtfertig aus der Hand zu geben und Dritte bestimmen zu lassen, halte ich für unverantwortlich und einen strategisch schweren Fehler. Damit liefert sich die Stadt einmal mehr den Plänen und Vorstellungen von privaten Investoren aus. Die Pläne für den Verkauf von Teilen des Rathausgeviertes sollten schnellstens fallengelassen werden und das Rathaus im Eigentum der LinzerInnen bleiben.


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