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am 14. Mai

Flächenfraß stoppen: Keine Parkplatzwüsten rund um Einkaufszentren und Supermärkte mehr erlauben

Klaus Grininger - Ein Einkaufszentrum oder ein Supermarkt, davor eine große Zahl an Parkplätzen. Das ist die gängige Praxis beim Bau von neuen Konsumtempeln. Damit muss Schluss sein. Parkplätze verschwenden enorm viel Boden. Wenn künftig große Handelsbetriebe gebaut werden, muss sichergestellt werden, dass die Abstellanlagen direkt unter oder in Ausnahmefällen auf dem Gebäude errichtet werden.

Da derzeit die Novellierung des Raumordnungsgesetzes im Gang ist, wollen wir mit unserer Resolution erreichen, dass entsprechende Vorschriften erlassen werden, damit bei Gewerbebauten eine eingeschoßige Nutzung nur noch in Ausnahmefällen möglich ist. Deshalb sollen die Parkplätze unter die Erde anstatt rings um den Handelsbetrieb. Gerade in der Stadt ist es aber auch notwendig, kritisch zu hinterfragen, ob wirklich bei jedem Supermarkt Parkplätze gebraucht werden​​​. 

Generell kann durch eine Forcierung von Mehrfachnutzungen bei Handelsbetrieben der Flächenverbrauch reduziert werden. Möglich sind beispielsweise Dienstleistungsanbieter oder die Errichtung von Wohnungen in einem oder mehreren Geschoßen über der Handelsbetriebsnutzung, dies selbstverständlich unter Beachtung der Ziele der örtlichen Raumordnung. Hier wäre auch eine Zusammenarbeit zwischen Handelsbetrieben und Wohnbauträgern hilfreich. 

In Städten wie Linz muss eine solche Mehrfachnutzung als Genehmigungsvoraussetzung definiert werden. Gerade wenn Boden knapp wird, braucht es eine optimale Nutzung der Baufläche. Nur so können wertvolle Grünflächen erhalten bleiben​​.

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