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am 28. November 2018

Bau von Möbelriesen an der Donaulände verschärft Verkehrs- und Luftprobleme in unserer Stadt

Klaus Grininger - Der Bau einer Großfiliale des Möbelriesen XXXLutz an der Donaulände wird immer konkreter. „Der Standort ist für ein derartiges Großprojekt denkbar ungeeignet. Durch ein Möbelhaus mit bis zu 1000 Parkplätzen, das täglich hunderte KundInnen besuchen, verschärfen sich die ohnehin angespannte Verkehrssituation entlang der Donaulände und somit auch die Luftprobleme in der Stadt noch mehr.

Der nahezu tägliche Stau an der Donaulände ist längst fixer Bestandteil der Verkehrsnachrichten. Dennoch plant die Stadt, den Bau eines weiteren großen Frequenzbringers zuzulassen. VerkehrsexpertInnen gehen von mindestens 2800 zusätzlichen Fahrten pro Werktag aus, wenn der XXXLutz seine Pforten an dem Standort nahe der Voestbrücke öffnet. Die Luftemissionen erhöhen sich dadurch voraussichtlich um 3,5 Prozent. 

Obwohl der Bereich entlang der Donaulände bereits jetzt als Luftsanierungsgebiet gilt, werden die Menschen hier künftig noch mehr Schadstoffen ausgesetzt sein. Zusätzlich wird durch den Bau eines Möbelhauses der wichtige Lüftungskorridor Haselgraben beeinträchtigt. Besonders pikant ist in diesem Zusammenhang die Einschätzung der Wirtschaftskammer. Dort gehen ExpertInnen davon aus, dass die Verkehrs- und Emissionszunahme noch höher ausfällt, als berechnet.

Wenig vorteilhaft ist das Projekt auch aus städtebaulicher Sicht. Das Areal, auf dem der XXXLutz entstehen soll, hat viel Potential. In Kombination mit der nahegelegenen Tabakfabrik sowie den umliegenden Technologieunternehmen bietet sich hier die Chance, das Stadtviertel als attraktiven Wirtschaftsstandort für Unternehmen im IT-Bereich weiter auszubauen. Durch den Bau eines Riesenmöbelhauses sind diese Möglichkeiten aber ein für alle Mal vom Tisch.


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