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am 11. April

Ausverkauf der städtischen Gründe stoppen und mit Baurechtsverträgen leistbares Wohnen ermöglichen

Sophia Hochedlinger - Während Städte wie Innsbruck Grundstücke ankaufen, ist bei uns in den vergangenen Jahren das Gegenteil passiert. Daher fordern wir, den Ausverkauf der städtischen Gründe zu beenden und stattdessen vermehrt mit Baurechtsvergaben zu arbeiten. Dadurch würde die Stadt einen wichtigen Beitrag leisten, damit Wohnen wieder leistbar wird und auch selbst langfristig profitieren.

Anfang der 1970er Jahre haben die Kosten für das Zuhause durchschnittlich zehn Prozent des Haushaltseinkommens betragen. Heute müssen im Schnitt 30 bis 40 Prozent dafür aufgewendet werden. Um diese besorgniserregende Entwicklung zu stoppen, muss die Stadt ihre Strategie ändern und die verbliebenen Grundstücke, die sich für eine Bebauung eignen, in der eigenen Hand behalten. Mit Baurechtsvergaben – die Pachtverträgen ähneln – können die Grundstückspreise und in weiterer Folge auch die Mietpreise niedriger gehalten werden. 

Gleichzeitig profitiert die Stadt von unserem Vorschlag auch finanziell. Baurechte bedeuten regelmäßige Einnahmen, Grundverkäufe schlagen sich lediglich als Einmaleffekte zu Buche. Völlig verkehrt ist in diesem Zusammenhang hingegen der angedachte Verkauf von Wohnungen der Senioren Zentren Linz GmbH, der in der kommenden Gemeinderatssitzung auf der Tagesordnung steht. 

Baurechtsvergaben sind Win-Win-Situation 

Ein weiterer Vorteil ist, dass die Stadt durch das von uns vorgeschlagene Modell mehr Mitsprache und Steuerungsmöglichkeiten bei der zukünftigen Entwicklung unserer Stad hat, wenn die Grundstücke im Besitz der öffentlichen Hand bleiben. Außerdem haben dadurch auch zukünftige Generationen die Möglichkeit auf Baugrund im öffentlichen Eigentum. Baurechtsvergaben zu forcieren und den Ausverkauf der städtischen Grundstücke zu stoppen, ist eine Win-Win- Situation für alle Beteiligten. Ganz besonders profitieren davon künftige WohnungsmieterInnen, die dann weniger von ihrem Einkommen für das Grundrecht auf Wohnen ausgeben müssen.



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