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am 29. Mai

Viele Anzeigen, aber zu wenig Sozialmaßnahmen: Umfassende Suchtpräventionsstrategie fehlt weiterhin

Marie Edwige Hartig - Gemessen an der Bevölkerungszahl werden in Oberösterreich die meisten Delikte im Zusammenhang mit illegalisierten Substanzen angezeigt. Obwohl hier Probleme seit Jahren bekannt sind, ist der Ausbau von Sozialmaßnahmen nach wie vor nur mangelhaft umgesetzt worden. Vor allem fehlt es an Aufklärungs- und Betreuungsangeboten, damit Menschen erst gar nicht in eine Suchtmittelabhängigkeit rutschen.

Die gestiegenen polizeilichen Kontrollen sind mit ein Grund dafür, dass in Linz so viele Delikte angezeigt worden sind, bei denen illegale Suchtmittel im Spiel gewesen sind. Unabhängig von der Arbeit der Polizei müssen endlich jene Angebote ausgebaut werden, bei denen Betroffene Hilfe finden und vor allem jungen Menschen die Gefahren von Suchtmittelkonsum vor Augen geführt werden. Das geht aber nur in Zusammenarbeit von Stadt und Land. Ein konkretes Vorgehen fehlt hier aber weiterhin. Anstatt Maßnahmen zu entwickeln, hat sich die zuständige Vizebürgermeisterin damit begnügt, alle Verantwortung an das Land abzuschieben – das ist mit Sicherheit zu wenig.

Wichtige Punkte beim Ausbau des Aufklärungs- und Betreuungsangebotes sind: 

  • Entsprechende Schulungen von MultiplikatorInnen wie LehrerInnen, NachmittagsbetreuerInnen sowie Kindergarten- und FreizeitpädagogInnen 
  • Angebote für Kinder aus suchtbelasteten Familien zu etablieren, damit diese nicht auch in eine Suchtmittel-Abhängigkeit rutschen 
  • Ausbau von bestehenden Tagesstrukturen, in denen Suchtkranke betreut werden
  • Erweiterung niederschwelliger Beratungs- und Betreuungsangebote       

Ein engmaschiges soziales Netz beim Aufklärungs- und Betreuungsangebot ist ein wesentlicher Bestandteil, damit Menschen nicht in eine Suchtmittelabhängigkeit rutschen bzw. Betroffenen rasch geholfen werden kann.

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