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am 18. September

Sicherheitskonferenz: Hilfe für suchtkranke Menschen muss Vorrang vor Verboten und Verdrängung haben

Marie Edwige Hartig - Vier Monate nach der Einführung des Alkoholverbotes im Hessenpark ist klar, dass jene Auswirkungen eingetreten sind, die ExpertInnen von Beginn an prophezeit haben. So haben sich die Probleme nur verlagert – aktuell rund um den Bereich des Südbahnhofmarktes. Vor der Sicherheitskonferenz am Mittwoch ist deshalb klar: Es braucht Konzepte, die Suchtkranken helfen und sie nicht verdrängen.

Seit Jahren setzen sich die Grünen Linz dafür ein, dass im Umgang mit Suchtkranken im öffentlichen Raum Lösungen gefunden werden, die nicht auf Verboten und Verdrängung basieren. Erfreulicherweise hat sich auch Bürgermeister Luger bereits vor Beginn der Sicherheitskonferenz öffentlich festgelegt, dass er ein Alkoholverbot rund um den Südbahnhofmarkt ablehnt und die Grüne Forderung einen Ort zu suchen, an dem sich Suchtkranke aufhalten können, vorantreiben möchte. 

Wir haben diesen Schritt bereits im Juni des vergangenen Jahres gefordert. Die Umsetzung ist damals aber an SPÖ, FPÖ und ÖVP gescheitertNatürlich begrüßen wir den Sinneswandel mancher Kräfte im Umgang mit abhängigen Personen und unterstützen die Bemühungen, dass ein entsprechender Platz gefunden wird. 

Ergebnisse vergangener Gesprächsrunden blieben überschaubar

Abzuwarten bleibt, ob die morgige Sicherheitskonferenz konkrete Ergebnisse bringt. Runde Tische, Sicherheitsgipfel und andere Gesprächsrunden zwischen Politik, Exekutive und ExpertInnen hat es in den vergangenen Jahren regelmäßig gegeben. Die Ergebnisse waren aber immer überschaubar, versprochene Sozialmaßnahmen sind bis heute oft nur schleppend umgesetzt worden. 

Dabei hätten sich manche Probleme wohl nicht so entwickelt, wenn rechtzeitig an Lösungen im Sinne der sozialen Verantwortung gearbeitet worden wäre. Stattdessen sind monatelang Zuständigkeiten und Verantwortung zwischen Stadt und Land hin- und hergeschoben worden. Damit muss es endlich vorbei sein.

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