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am 25. Jänner

Linzer Tarifmodell im Gemeinderat beschlossen: Regelung fängt das Schlimmste ab

Eva Schobesberger - Soeben hat der Gemeinderat das Linzer Tarifmodell für die Nachmittagsbetreuung in den Kindergärten beschlossen. Ich freue mich sehr, dass in unserer Stadt eine Regelung umgesetzt wird, die das Schlimmste abfängt und vor allem AlleinerzieherInnen und Familien mit wenig Einkommen entlastet.

Dank des von der zuständigen Stadträtin Schobesberger gemeinsam mit den MitarbeiterInnen des stätischen Kinder und Jugendservices entwickelten Linzer Tarifmodells, können Kinder aus Familien mit geringem Einkommen auch künftig am Nachmittag kostenlos den Kindergarten besuchen. Eltern, die mit einem monatlichen Haushaltseinkommen von maximal 1471 Euro auskommen müssen, bezahlen dank des Linzer Tarifmodells weiterhin keine Gebühr für die Nachmittagsbetreuung in den Kindergärten. Davon profitiert fast ein Drittel der Eltern. Viele weitere Familien ersparen sich durch unsere Regelung zumindest einen Teil des von der Landesregierung beschlossenen Tarifes. 

Zum Vergleich: Beim von ÖVP und FPÖ auf Landesebene beschlossenem Modell müssen alle Eltern bezahlen. Die Tarife bewegen sich monatlich zwischen 42 und 110 Euro. Zur Kasse gebeten werden dabei auch jene Eltern, die lediglich über 1400 Euro Haushaltseinkommen verfügen. Somit muss zum Beispiel auch eine alleinerziehende Mutter, die als Verkäuferin arbeitet und der netto rund 1000 Euro bleiben, monatlich 42 Euro für den Kindergarten bezahlen, die bisher kostenlos war. Für Personen mit wenig Einkommen, die sich auch ihre Arbeitszeit nicht selbst aussuchen können, bedeutet das eine zusätzliche finanzielle Belastung. Sie zählen damit zu den größten VerliererInnen der schwarz-blauen Familienpolitik.

Umso wichtiger ist es daher, dass wir in Linz nun ein Tarifmodell realisieren können, mit dem weiterhin allen Kindern den Besuch des Kindergartens am Nachmittag ermöglicht wird. Einen entscheidenden Beitrag zur Umsetzung hat heute Neos-Gemeinderätin Elisabeth Leitner-Rauchdobler mit ihrer Stimme geleistet und sich somit einmal mehr als verlässliche Partnerin gezeigt, wenn es um wichtige bildungs- und frauenpolitische Entscheidungen in unserer Stadt geht.

Aktuell besuchen in Linz rund 4500 Kinder einen städtischen Kindergarten. Die beeindruckende Quote der ganztags betreuten Kinder liegt dabei bei 94 Prozent. Das heißt, dass wir auch Kinder aus bildungsfernen Schichten erreichen und diese die Förderung erhalten, die sie brauchen. Diese Tatsache ist vor allem aus bildungspolitischer Sicht enorm wichtig. Schließlich wird Bildung in Österreich noch immer stark vererbt. Das bedeutet, dass sich der Bildungsgrad der Eltern stark auf den der Kinder und somit auf deren Zukunft auswirkt. Dieser Tatsache wollen wir entgegenwirken. Das heute beschlossene Linzer Tarifmodell ist dabei ein wichtiger Schritt.           


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