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am 14. November 2018

Kürzung um 30 Prozent bei Angebot und Personal gefährdet Betreuung beeinträchtigter Menschen massiv

Marie Edwige Hartig - Das Sparen auf Kosten der Schwächsten in unserer Gesellschaft findet kein Ende. So plant das Land eine 30-prozentige Kürzung der Finanzierung für die Bereiche Freizeit und Kommunikation bei psychosozialen Einrichtungen. Wenn das Land mit der Schere Löcher in das soziale Netz schneidet, steigt die Gefahr, dass die Schwächsten der Gesellschaft durch die Maschen rutschen.

Freizeiteinrichtungen, wie zum Beispiel Tageszentren sollen 30 Prozent des Geldes gestrichen werden. Das hat nicht nur Auswirkungen auf die Öffnungszeiten, sondern auch auf die Zahl der beschäftigten BetreuerInnen. Diese sollen teilweise durch ehrenamtliche tätige Personen ersetzt werden oder ihre bislang bezahlte Arbeit künftig gratis erledigen. 

Natürlich ist es wichtig und positiv, wenn sich Freiwillige in ihrer Freizeit ehrenamtlich engagieren und anderen Menschen helfen. Das kann aber kein Ersatz für die Arbeit von qualifiziertem Fachpersonal sein, das zur Unterstützung bei Krisensituationen sowie zum rechtzeitigen Erkennen und Entschärfen von Problemen unverzichtbar ist. Wenn das Land hier spart, werden die Folgekosten für die Betroffenen langfristig in die Höhe schießen.

Zusammenhalt in der Gesellschaft wird weiter gefährdet 

Wie wichtig Freizeit- und Betreuungseinrichtungen für Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen sind, zeigt sich daran, dass diese besonders gefährdet sind zu vereinsamen und nur schwer ihren Platz in der Gesellschaft finden. Wenn diese Angebote nun reduziert werden müssen, steigt die Gefahr, dass die Betroffenen ihre sozialen Kontakte verlieren und kaum noch Freizeitaktivitäten nachgehen oder an Ausflügen teilnehmen können. Dadurch wird der Zusammenhalt in unserer Gesellschaft weiter gefährdet.



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