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am 8. September

Bürgermeister Luger kritisiert Eltern für verantwortungsbewusstes Handeln im Corona-Sommer

Eva Schobesberger - In einer Pressemitteilung kritisiert Bürgermeister Luger die Linzer Eltern dafür, dass sie sich in diesem Corona-Sommer so verantwortungsbewusst verhalten haben und den Kindergarten- oder Krabbelstubenplatz offenbar tatsächlich nur im notwendigen Ausmaß in Anspruch genommen haben. Er fordert deshalb ein verbindlicheres Anmeldesystem. Kopfschütteln löst das bei der zuständigen Stadträtin aus.

Luger wörtlich: „Beinahe jedes zweite angemeldete Kindergartenkind und jedes vierte Krabbelstubenkind war trotz Anmeldung nicht anwesend. Diese Zahlen erwecken den Anschein, dass es sich hier nicht immer um kurzfristige berufliche oder private Änderungen handelt“, so der Bürgermeister in einer Aussendung der Stadt.
 
Das ist für mich nicht nachvollziehbar. Luger kritisiert damit die Eltern genau dafür, dass sie das gemacht haben, was ihnen von allen Seiten aus gesundheitspolitischen Erwägungen dringend nahegelegt wurde. Was er unter verbindlicherem Anmeldesystem meint, weiß ich nicht. Ich halte es jedenfalls nicht für sinnvoll, gerade jetzt den Druck auf die Eltern zu erhöhen, dass sie ihre Kinder auf jeden Fall bringen, auch wenn sie womöglich krank sind, weil sie ansonsten den Verlust des Kindergartenplatzes befürchten. Auch für finanzielle Sanktionsmodelle bin ich jedenfalls nicht zu haben.

Gesundheit muss im Vordergrund stehen 

Man könnte diese Zahlen auch zum Anlass nehmen und sich bei den Linzerinnen und Linzern für ihr verantwortungsvolles Handeln bedanken. Gerade im bevorstehenden Herbst wird es weiterhin wichtig sein, die Gesundheit in den Vordergrund zu stellen. Gerade jetzt durch zusätzlichen Druck die für Familien ohnehin schon schwierige Gesamtsituation noch weiter zu verschärfen, kommt für mich sicher nicht in Frage​.


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