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am 22. August

Bitte weitergehen? Sitzgelegenheiten im öf­fent­lichen Raum sind in Linz Mangelware

Sophia Hochedlinger - Die Linzer Innenstadt hat vieles zu bieten – Sitzgelegenheiten im öffentlichen Raum zählen nicht dazu. Wer sich mitten im Stadtgeschehen ausruhen möchte, ohne dabei etwas konsumieren zu müssen, findet oft nur wenige Plätze, an denen Bänke aufgestellt sind. Bitte weitergehen, scheint das Motto zu sein. Verweilen ohne Konsumzwang muss aber für alle möglich sein. Die Stadt hat hier Aufholbedarf.

Während in Städten wie Wien Sitzgelegenheiten abseits von Lokalen mehr geworden sind, ist in unserer Stadt von diesem Trend nur wenig spürbar. Im Gegenteil: Ideen für weitere Möbel sind verworfen worden, auf dem OK-Platz mussten die Menschen im Frühjahr mehrere Woche auf die Bänke verzichten, ehe neue aufgestellt worden sind. 

Gerade an belebten Orten wollen sich viele Menschen einmal eine Verschnaufpause vom oft hektischen Alltag gönnen, ohne dabei ein Lokal betreten zu müssen. Das betrifft auch viele Jugendliche und junge Erwachsene, die auf Möglichkeiten angewiesen sind, wo sie sich ohne Konsumzwang treffen können.

Zu wenige Sitzmöbel laden in Linz zum Verweilen im öffentlichen Raum ein.

Deshalb würden sich Orte wie zum Beispiel der Pfarrplatz besonders gut eignen, Sitzgelegenheiten aufzustellen und damit dem öffentlichen Raum ein noch attraktiveres Gesicht zu geben. Leider ist in den vergangenen Jahren der Eindruck entstanden, dass Teile der Linzer Stadtpolitik kein Interesse daran haben, Menschen Raum zu geben, die sich nicht regelmäßig den Besuch in einem Lokal leisten können oder wollen. Ich bin aber der Meinung, dass die Stadt und somit der öffentliche Raum uns allen gehört​.​

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