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am 31. January

Ausbau der Sozialarbeit grundsätzlich erfreulich: Finanzierung und Aufgaben von Streetwork haben bei der Stadtwache aber nichts verloren

Alexandra Schmid, Marie Edwige Hartig - Die Beschäftigung zusätzlicher SozialarbeiterInnen ist überfällig und daher eigentlich begrüßenswert. „Völlig absurd ist jedoch, dass die Zuständigkeit und Finanzierung nicht das eigentlich verantwortliche Sozialressort, sondern der Ordnungsdienst übernimmt. Das kommt einer Selbstaufgabe der Sozialreferentin gleich. Generell hat Streetwork bei der Stadtwache nichts verloren.

Dass es in unserer Stadt dringend einen Ausbau der Sozialarbeit braucht, ist unbestritten und wurde von uns auch vielfach gefordert. Während die zuständige Sozialstadträtin die Verantwortung für mehr Streetwork an das Land abgeschoben und ansonsten weitgehend untätig geblieben ist, werden nun über die Stadtwache als Kontrollorgan zusätzliche SozialarbeiterInnen finanziert. Diese Vorgangsweise ist an Absurdität nicht mehr zu überbieten. 

Anstatt städtisches Geld direkt für mehr Streetwork auszugeben, werden die Mittel zuerst an den Ordnungsdienst – also an eine stadteigene Gesellschaft – überwiesen, damit über die Stadtwache dann SozialarbeiterInnen engagiert werden. Warum es die Sozialreferentin zulässt, dass Kernaufgaben der Stadt, die ihre Zuständigkeit betreffen, ausgelagert werden, darüber kann man nur noch den Kopf schütteln​​.

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