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am 18. April

Alkoholverbote und Sperrzonen lösen keine Probleme: Entwicklung zielgerichteter Sozialmaßnahmen wird seit Jahren verschlafen

Eva Schobesberger - Nach der heutigen Gesprächsrunde zwischen Mitgliedern der Stadtregierung und Landespolizeidirektor Andreas Pilsl läuft alles auf eine polizeiliche Schutzzone und ein Alkoholverbot rund um den Hessenpark und möglicherweise auch in anderen Stadtgebieten hinaus. Hier verdrängt man Menschen lediglich von einem Ort zum nächsten, ohne ein Problem zu lösen. 

Der Ausbau von zielgerichteter Sozialarbeit wurde in den vergangenen Jahren verschlafen. Besonders bedauerlich ist, dass auch jetzt die Verantwortung ausschließlich dem Land zugeschrieben wird. 

Bei der aktuellen Diskussion zum Hessenpark sind begleitende Sozialmaßnahmen kein Thema. Hier hätte längst gehandelt werden müssen. Bis heute ist als Tropfen auf dem heißen Stein lediglich eine zusätzliche Streetwork-Stelle geschaffen worden. Ein vernünftiger Ausbau von Sozialarbeit fehlt aber. Es gibt nicht einmal die Bereitschaft hier konzeptive Überlegungen anzustellen. Die vergangenen Jahre hätten auch dazu genutzt werden können, eine Ersatzfläche zu suchen, wo sich Suchtkranke aufhalten und entsprechend betreut werden können. 

Die nun im Raum stehenden Maßnahmen gehen am eigentlichen Problem vorbei und werden lediglich zu einer Verdrängung an andere Orte führen. Außerdem ist nun zu befürchten, dass mit einem Alkoholverbot im Hessenpark die Tür geöffnet wird, um auch an anderen öffentlichen Plätzen im Stadtgebiet solche Maßnahmen zu erlassen.

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